Freudenberger Schauspieler mit bayerischem Theaterpreis ausgezeichnet
Roter Teppich für die Bauernbühne

Spielleiter Benno Schißlbauer (Vierter von rechts) und einige seiner Theaterkollegen mit dem "Larifari", dem bayerischen Amateurtheaterpreis. Die Freudenberger Bauernbühne durfte diese Auszeichnung am Samstagabend in Neuburg an der Donau entgegennehmen. Bild: hfz
Kultur
Freudenberg
06.06.2016
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Freudenberg: Fundus Bauernbühne |

Wegen der Sturzflut in Simbach musste sich der Ministerpräsident entschuldigen lassen. Doch die Theaterspieler aus Freudenberg kamen auch ohne den Landesvater zu höchsten Ehren.

Standing Ovations gab es am Samstagabend für die Freudenberger Bauernbühne im Stadttheater von Neuburg an der Donau (Oberbayern). Der Verband bayerischer Amateurtheater (VBAT) zeichnete das Ensemble um Spielleiter Benno Schißlbauer und Vereinsvorsitzenden Norbert Altmann bei einem Festabend mit dem begehrten Theaterpreis "Larifari" aus. "Wir sind richtig stolz", sagte Schißlbauer nach der Rückkehr. "Vor allem, weil sich 27 Bühnen aus ganz Bayern mit ihren besten Stücken beworben hatten." Eine achtköpfige Jury hatte die Leistung der Schauspieler aus Freudenberg begutachtet. Unter den Juroren befanden sich namhafte Schauspieler und Regisseure, unter anderem der Landesspielleiter des VBAT, Gerhard Berger, und Komödienstadl-Darsteller Andreas Kern.

"Passgenau besetzt"


Ausgezeichnet wurde die Aufführung des Stückes "'S Schwalberl" von Hans Neuert (Original von 1893) im vergangenen Sommer. Damals nutzte die Bauernbühne zum ersten Mal das von ihr angepachtete Stechweber-Anwesen in Wutschdorf als Kulisse. Autor Thomas Stammberger (Regisseur der Fernsehserie "Dahoam is Dahoam") würdigte in der Laudatio vor allem die Flexibilität der Schauspielgruppe aus Freudenberg. Das "Schwalberl" sei ein sehr facettenreiches Stück, lustige und todtraurige Szenen liegen eng beieinander. Die Bauernbühne habe alle Facetten "passgenau" besetzt und authentisch dargeboten. Besonders hob Stammberger die musikalische Bearbeitung hervor. Die Bauernbühne hatte die Musikbegleitung aus dem Jahr 1893 neu einspielen lassen.

Der "Larifari" wird alle zwei Jahre in vier Kategorien (Kinder- und Jugendtheater, Boulevard, modernes Schauspiel und Mundarttheater) verliehen. Schißlbauers Truppe sahnte im Bereich Mundart ab. Zur Preisverleihung war eine 50-köpfige Gruppe nach Neuburg gereist. Schißlbauer führte dem Publikum ein 14-minütiges Video aus der vergangenen Spielzeit vor. Als der Film zu Ende ging, erhoben sich die beteiligten Schauspieler von ihren Plätzen und gingen ebenfalls auf die Bühne.

Vorhang fällt wieder


Der "Larifari" ist mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert. Die Figur selbst ist aus Bronze und findet einen würdigen Platz im Wutschdorfer Fundus. Dort wird das "Schwalberl" demnächst noch einmal gezeigt. Am Freitag, 1. Juli, findet die erste von neun Aufführungen statt und mehrere Juroren haben in Neuburg angekündigt, sich demnächst unter das Publikum zu mischen. 80 Prozent der Karten sind bereits verkauft. Weitere Infos zur aktuellen Spielzeit und den übrigen Projekten gibt es unter www.freudenberger-bauernbuehne.de



Wir sind richtig stolz. Vor allem, weil sich 27 Bühnen aus ganz Bayern mit ihren besten Stücken beworben hatten.Spielleiter Benno Schißlbauer
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