Frühjahrskonzert des Musikvereins Freudenberg
Alphornklang zum Jubiläum

Dirigent Gerhard Zinnbauer und sein Orchester hatten einen fulminanten Auftritt. Zinnbauer denkt über einen Rückzug nach. Bilder: gri (2)
Kultur
Freudenberg
20.05.2016
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Neue Leistungsabzeichenträger wurden geehrt (von links): Vorsitzender Werner Stein vom Nordbayerischen Musikbund, Vorsitzender Helmut Stobitzer, David Preitschaft (D 2-Silber-Prüfung, Posaune), Sophie Graf (D 2-Silber-Prüfung, Klarinette), Lukas Wiesneth (D 1-Bronze-Prüfung, Schlagzeug), Ehrenmitglied Norbert Probst und Bürgermeister Alwin Märkl.

Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Freudenberg hat schon Tradition. 23 Mal haben die Musiker bisher gezeigt, was sie drauf haben. Heuer legten sie sich aber besonders ins Zeug, denn es gibt etwas zu feiern.

Freudenberg. (gri) Bereits seit 40 Jahren bildet der Verein junge Menschen vom ersten Tonversuch bis hin zum versierten Orchestermusiker aus, ist musikalischer Botschafter weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus, betreibt Jugendarbeit und ist eine nicht wegzudenkende Größe im Freudenberger Vereins- und Gemeindeleben. So sollte dieses Konzert im Jubiläumsjahr natürlich besonders gelingen.

Publikum schließt Augen


Eröffnet wurde der Abend vom Nachwuchsorchester unter Leitung von Philipp Zinnbauer, der ein echtes Eigengewächs ist. Im Verein am Schlagwerk ausgebildet, ist er mittlerweile das rhythmische Rückgrat des Orchesters, er studiert derzeit Musik und ist zudem Sohn des Orchesterleiters Gerhard Zinnbauer.

Sein Ensemble zeigte eindrucksvoll, dass es einem um die musikalische Zukunft des Vereins nicht bange zu sein braucht. Mit "Take it Easy" und "Music from Hercules" eröffnete es den Abend klanggewaltig, bevor das große Orchester auf das Podium stieg. Beeindruckend und mit viel Gefühl intoniert, erklang als Einstieg die bekannte "Morgenstimmung" von Edvard Grieg. Hier konnten die Musiker geschlossene Augen im Publikum sehen, man hätte Sekunden nach dem letzten Ton noch eine Stecknadel im Konzertsaal fallen hören können.

Es folgten beschwingte Melodien und Klassiker aus dem Big Apple mit der New-York-Ouvertüre. Beim Stück "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" unterstütze als Gastmusikerin die Konzertpianistin Ludmila Portnova das Orchester am Flügel und brachte die markanten Pianoläufe mit viel Gefühl ein. Vor der Pause lieferte das Holzregister bei der "Diebischen Elster" eine wahre Leistungsschau.

Ein Klangereignis


Später wartete als weiterer Höhepunkt ein "Alptraum" auf die Zuhörer. Peter Göbl, Richard Zweck und Martin Rumpler standen mit ihren Alphörnern im Orchester und sorgte für ein außergewöhnliches Klangereignis. Nach dem Soundtrack zum Film "Forrest Gump" und den "Songs from the States" ging es schließlich mit "John Williams in Concert" in das Finale dieses eindrucksvollen Konzertabends.

Bürgermeister Alwin Märkl und der Vorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Werner Stein, gratuliertem dem Verein zum 40-jährigen Bestehen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten gehen weiter mit einem Kommersabend am Sonntag, 5. Juni, um 18 Uhr im Dotzlersaal. Vorsitzender Helmut Stobitzer bat die frisch gebackenen Leistungsabzeichenträger auf die Bühne, um ihnen zusammen mit Werner Stein, Ehrenmitglied und Altbürgermeister Norbert Probst und Bürgermeister Alwin Märkl Urkunden und Abzeichen zu überreichen.

Hört er auf?Vorsitzender Helmut Stobitzer dankte besonders dem Dirigenten des großen Orchesters, Gerhard Zinnbauer, für seine herausragende Leistung und seine unermüdliche Arbeit. Zinnbauer trage sich mit dem Gedanken, seine Tätigkeit mit Ablauf des Jubiläumsjahrs zu beenden.

Mit lautstarker Unterstützung des Publikums versuchte Stobitzer, den verdienten Dirigenten noch umzustimmen. Das Weihnachtskonzert wird auf jeden Fall noch unter Zinnbauers Dirigat über die Bühne gehen. (gri)
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