Musikverein Freudenberg feiert 40-Jähriges
Musikantenfest zum Geburtstag

Zahlreiche Vereine aus der Gemeinde begleiteten den Musikverein Freudenberg beim Kirchenzug zum 40-jährigen Jubiläum. Bilder: gri (2)
Kultur
Freudenberg
24.07.2016
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Freudenberg: Jakoiplatz |

1976 - die Zeit der Schlaghosen. Peter Alexander stürmte mit "Die kleine Kneipe in unserer Straße" die Charts. Und in Freudenberg gründete sich der Musikverein. Am Wochenende feierte er 40. Geburtstag.

Es war ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres: Nach dem Frühjahrskonzert und dem Kommersabend hatte der Musikverein zur traditionellen Jakobikirwa eingeladen. Zum vierten Mal war diese Freilichtveranstaltung im Ortskern mit dem "Woodstock der Blechmusik" verbunden. Wieder zeigten dabei verschiedene Blechbläser-Ensembles aus der Oberpfalz, was sie drauf haben.

Gäste aus der Schweiz


Diesmal durfte Vorsitzender Helmut Stobitzer aber auch Gäste aus der Schweiz begrüßen. Den Frühschoppen am Sonntag gestaltete die Artillerie-Musik Alte Garde Zürich. Der Name klingt martialisch, doch die Musiker aus dem Nachbarland waren alle ganz friedlich. Das merkten die Freudenberger bereits bei einem ersten Kennenlernen am Samstagabend. In einer milden Sommernacht unterhielten die Hammerbachtaler Blousn, die Gruppe "Volles Rohr Blech" und "Blech hoch sieben" die Gäste. Zahlreiche Vereine aus der Gemeinde, der komplette Gemeinderat und Ehrengäste nahmen am Sonntagvormittag zum Kirchenzug Aufstellung. Sie begleiteten den Musikverein vom Wutschdorfer Kirchplatz zum Jakobiplatz in Freudenberg, wo Pfarrer Norbert Götz unter freiem Himmel einen Festgottesdienst zelebrierte.

Keimzelle des Musikvereins waren vor 40 Jahren die Hammerbachtaler Musikanten, die bis vor wenigen Jahren noch als separate Besetzung aktiv waren. Nach dem plötzlichen Tod des Hammerbachtaler-Dirigenten Josef Luber sprang damals Bezirksdirigent Hans Sikorski ein und übernahm die Leitung. Schließlich reifte der Entschluss, in die Nachwuchsausbildung einzusteigen. Sofort fand sich eine beinahe 50-köpfige Kindergruppe, die zunächst an der Melodica eine musikalische Grundausbildung genießen durfte. Von da an war der Schritt, einen Verein zu gründen, nicht mehr weit.

Viele Auszeichnungen


Triebfedern waren der damalige Bürgermeister Martin Schwarz, der auch gleich den Vorsitz übernahm. Franz Luber fungierte als Stellvertreter. 1977 wurden dank finanzieller Unterstützung der Eltern, der Gemeinde, des Landkreises und des Bezirks die ersten Musikinstrumente angeschafft.

Die 40-jährige Geschichte des Musikvereins ist von zahlreichen Erfolgen und Auszeichnungen begleitet. So erhielt das Orchester mehrere Male Belobigungen auf Bezirksebene. 1996 durfte der Verein den begehrten Musikförderpreis des Bezirks Oberpfalz entgegennehmen. Auch die blau-rote Tracht der Musiker ist ein überregional beachtetes Markenzeichen. So ausgestattet zog der Verein auch bei seinen zahlreichen Auslandseinsätzen - unter anderem in Schottland - die Aufmerksamkeit auf sich. Bürgermeister Alwin Märkl unterstrich, dass die gesamte Gemeinde die Aktivitäten des Musikvereins zu schätzen wisse. Nicht nur als musikalische Bereicherung der Feste, sondern auch als Bildungsinstitution für die Kinder.
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