Neuauflage für legendäres Freudenberger Open Air
Der Berg ruft wieder

So läutete die Band Wöidarawöll einst das Open Air am Hang des Johannisberg-Liftes ein. Die Kirwa-Kapelle ist bei der Neuauflage des Festivals am Freitag, 29. Juli, wieder mit von der Partie. Archivbild: Unger
Kultur
Freudenberg
10.07.2016
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Das Freudenberger Open Air galt ein ganzes Jahrzehnt lang als Kultveranstaltung. Neun Mal lockten Bands aus der Region tausende Fans an die Talstation des Skilifts. Jetzt gibt es eine Neuauflage - etwas weiter bergauf.

Die Schmie-Alm auf halber Höhe des Johannisberg-Nordhangs wird in den nächsten Tagen kaum wiederzuerkennen sein. Die Betreiber der Gastwirtschaft, Benno und Martina Schißlbauer, wandeln die abschüssige Wiese vor dem Anwesen für das "Open Air 2.0" am Freitag, 29. Juli, in ein Festival-Gelände um. "Wir dürfen 5000 Leute reinlassen", erklärt Schißlbauer. "Ich rechne schon, dass 3000 bis 4000 kommen. Hängt vom Wetter ab."

Vor der Sonnenterrasse


Höchstens ein heftiges Gewitter könnte dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung machen, ansonsten ist der Ablauf generalstabsmäßig geplant. Die Bühne, auf der fünf Bands auftreten (siehe nebenstehender Artikel), steht etwas unterhalb der Sonnenterrasse der Alm. Der Zugang zum umzäunten Open-Air-Gelände erfolgt gegen fünf Euro Eintritt ungefähr dort, wo immer das Freudenberger Johannisfeuer abgebrannt wird. Mit dem Auto ist das Festival nicht zu erreichen. Im und um das Dorf sind mehrere Großparkplätze ausgewiesen. Von dort führen Fußwege hinauf zu dem Spektakel. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann einen Shuttle-Service nutzen, der zwischen Parkplätzen und Festival-Gelände verkehrt.

Von Amberg aus (Haltestellen: Kräuterwiese, GMG, Raigering, Lintach) sind ab 17 Uhr stündlich Pendelbusse nach Freudenberg unterwegs, die die Gäste bis 1.30 Uhr auch wieder mit zurücknehmen. "Wir haben bis zum 29. Juli einen riesigen Berg von Arbeit zu bewältigen", sagt Schißlbauer. "Aber die Freude überwiegt. Mir war es einfach ein Anliegen, das Freudenberger Open Air wiederzuleben." Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Die fünf BandsWöidarawöll

Die Kirwaburschen und -moidln aus der Region sind quasi mit ihr aufgewachsen: Die Band Wöidarawöll macht am Freitag, 29. Juli, um 18 Uhr den Anfang beim Open Air auf der Schmie-Alm. Die Musikgruppe ist bekannt für ihren volkstümlichen Schlager-Sound, dessen Markenzeichen traditionelle Elemente sind. Nach einer halben bis dreiviertel Stunde macht sie die Bühne frei für die nächste Gruppe.

JayBeeF

JayBeeF ist bisher nur dem Publikum der Jungen Bühne Freudenberg ein Begriff. Diese Theatergruppe (abgekürzt JBF) ist Namensgeber der Formation. Drei junge Damen singen aktuelle Balladen und Pop-Hits, begleitet von drei erfahrenen Musikern - allesamt haben ihre Wurzeln in Freudenberg.

Power Hoch 5

Mit fetzigem Oberkrainer-Sound hat die Band aus dem Landkreis bereits die Besucher des Amberger Altstadtfestes begeistert. Klarinette, Trompete, Akkordeon, Gitarre und Bariton sind die Handwerkszeuge der fünf Musikanten, die über reichlich Erfahrung verfügen - gesammelt als Salleröder Boum.

Sakrisch

Sakrisch ist der Name einer Partyband, deren Mitglieder aus verschiedenen Dörfern des Landkreises stammen. In den Bierzelten der Region sorgt die Combo mit Schlagern und Mitsing-Liedern für Stimmung.

Überraschungsgast

Und dann tritt noch eine Gruppierung auf, die es in dieser Konstellation gar nicht mehr gibt. Die drei Mitglieder der Elbertritscher geben sich noch einmal ein gemeinsames Stelldichein auf der Bühne. Die Elbertritscher hatten das Open Air 1995 maßgeblich mit aus der Taufe gehoben. (upl)
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