Sterbebilder-Ausstellung in Wutschdorf
Jeder Zettel die Geschichte eines Lebens

Schicksalsschläge eines ganzen Jahrhunderts ruft eine Ausstellung von Sterbebildern im Wutschdorfer Pfarrhaus in Erinnerung. Sie ist noch morgen, an Allerheiligen, geöffnet. Bild: gri
Kultur
Freudenberg
30.10.2016
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Jeder einzelne Totenzettel erzählt die Geschichte eines Lebens - manches endete auf tragische Weise. Im Wutschdorfer Pfarrheim sind derzeit mehr als 300 Sterbebilder von 1900 bis heute ausgestellt

Wutschdorf. Zu den Exponaten gehören auch ganz alte Exemplare, die die Betrauerten mit heutzutage ungewöhnlichen Titeln bezeichnen. Von der "tugendsamen Jungfrau" ist da ebenso zu lesen, wie vom "Jüngling", der den "Heldentod" erlitt.

Welchen Schrecken der Nationalismus über das Land brachte, wird auf den Stelltafeln deutlich, die die Zeit von 1910 bis 1920 und von 1940 bis 1945 behandeln. Die Porträts von rund 50 jungen Burschen - teilweise Brüdern - reihen sich hier aneinander. Auch jüngere Schicksalsschläge treten in Erinnerung, darunter auffallend viele tödliche Verkehrsunfälle in den 70er- und 80er-Jahren. Der Wutschdorfer Pfarrgemeinderat und der Heimat- und Kulturverein Freudenberg haben die Ausstellung organisiert. Sie ist noch an Allerheiligen von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
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