Beim Umsetzen des Lintacher Kriegerdenkmals: Archäologen graben Lehmkuppelofen aus
Reste einer mittelalterlichen Schmiede

Archäologin Ines Buckel bei ihrer interessanten Arbeit: Hier stand wohl im 13. Jahrhundert eine Schmiede - die Reste des Lehmkuppelofens, der nördlich der Lintacher Kirche entdeckt wurde. Bild: Dr. Mathias Hensch
Lokales
Freudenberg
16.07.2015
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Erneut kann die Lintacher Ortschronik um ein Kapitel ergänzt werden. Beim Umsetzen des Kriegerdenkmals in der Ortsmitte traten jetzt mehrere Befunde hochmittelalterlicher Eisenverarbeitung zutage. Neben mehreren Gruben mit Holzkohleresten, Schlacken und Eisenerzbrocken lagen im Norden des Pfarrhofes auch Reste eines Lehmkuppelofens, der laut Archäologen vor Ort ursprünglich offenbar für metallurgische Tätigkeiten genutzt wurde. Seine genaue Funktion sei bislang noch unklar.

Immerhin sei klar, dass es sich nicht um einen Verhüttungsofen, sondern um einen Ofen zur Weiterverarbeitung von Eisen oder eisenhaltigen Metallen gehandelt haben dürfte. Was genau die Handwerker in diesem Ofen herstellten oder welche Arbeitsschritte hier vollzogen wurden, lasse sich derzeit noch nicht genau sagen. Keramikfunde deuteten an, dass die Werkstatt um die Mitte des 13. Jahrhunderts tätig war. Im Dorfkern von Lintach arbeiteten also im 13. Jahrhundert Metallhandwerker, die offenbar auch das hier anstehende Brauneisenerz für ihre Zwecke nutzten.
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