Bürgermeister Alwin Märkl spricht beim Politischen Dämmerschoppen der CSU Aschach-Immenstetten
Flüchtlinge ins alte Forsthaus

Auch wenn es sich um kostendeckende Einrichtungen handelt: Die Sanierung der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung wird in den nächsten Jahren den Gemeindehaushalt zusätzlich belasten.
Politik
Freudenberg
17.03.2016
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Aschach. Mit Interesse verfolgten die Besucher die kommunalpolitischen Ausführungen von Bürgermeister Alwin Märkl beim Politischen Dämmerschoppen im Bienenhof Aschach. Der CSU-Ortsverband Aschach-Immenstetten unter dem Vorsitz von Gerhard Meier hatte dazu eingeladen.

Wie Märkl feststellte, sei vieles in der Gemeinde Freudenberg im Umbruch. Neben den laufenden gemeindlichen Aufgaben würden vor allem die Sanierung der Wasserversorgung und der Abwasseranlage den Haushalt der nächsten Jahre belasten. Er informierte über eine Versuchsbohrung im Bereich Sandhölzer bei Schlauderhof. Eine endgültige Entscheidung über eine Eigenversorgung oder Fremdwasserbezug treffe der Gemeinderat in den nächsten Wochen. Richtungsweisend sei der Beschluss des Gremiums gewesen, die bestehende Kläranlage zu sanieren. Die geschätzten Kosten liegen laut Märkl bei 2,3 Millionen Euro. Bei beiden Vorhaben müssten die Bürger über die Gebühren und Beiträge beteiligt werden, da es sich um kostendeckende Einrichtungen handle.

Alwin Märkl sparte in seinen Ausführungen auch das Flüchtlingsproblem nicht aus: "Die Gemeinde hat bisher, trotz einer Aufnahme von bis zu 16 Personen, keine Probleme." Vielleicht könnte durch die Sanierung des alten Forsthauses weiterer Wohnraum für Asylsuchende geschaffen werden, am besten mit einer staatlichen Förderung.

Für die notwendigen Randsteinsanierungen in den einzelnen Gemeindeteilen werden jährlich 75 000 Euro bereitgestellt, teilte der Bürgermeister mit. In Aschach werden für solche Maßnahmen an Abschnitten der Raigeringer Straße, des Sonnenhangs und des Heiligenbergs im Haushalt 2016 Gelder bereitgestellt. Für den Bereich Immenstetten müsse aus fördertechnischen Gründen heuer der Auftrag für den Kanalbau vergeben und 2017 mit dessen Bau begonnen werden. Im Zuge des Hochwasserschutzes und der Dorferneuerung Greßmühle könnte bei den anstehenden Grundstücksverhandlungen eine verkehrsgerechte neue Einfahrt entstehen. Die Dorferneuerung Aschach stehe für 2020 auf der Agenda. Die Versammlungsteilnehmer wünschten eine Weiterführung des Radweges Richtung Raigering sowie die Beseitigung der Straßenschäden am Abschnitt vom Bienenhof zur Kreisstraße AS 30. Letztere Maßnahme sei wegen der seit längerem geplanten Verbreiterung und der Einfahrt in die Kreisstraße beim letzten Ausbau zurückgestellt worden. Der Bürgermeister versprach, für beide Projekte nach alternativen Entscheidungen zur Beseitigung der Mängel zu suchen.

Befürchtungen eines Versammlungsteilnehmers, dass im Umfeld seines Wohnhauses ein von der Firma Jobst aufgestellter Richtfunksendemast gefährliche elektromagnetische Strahlung aussenden könnte, versuchte Märkl zu entkräften. Eine aussagekräftige Liste mit den Abstrahlungswerten verschiedener Geräte sei im Internet abrufbar. Bezüglich der Nachfrage nach Ausweisung von Baugebieten äußerte sich der Bürgermeister zurückhaltend. Es stünden zwar zwei Gemeindeteile, darunter auch Aschach, im Fokus. Er wolle aber vor Abschluss von Preisverhandlungen damit nicht in die Öffentlichkeit gehen.
Auch wenn es sich um kostendeckende Einrichtungen handelt: Die Sanierung der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung wird in den nächsten Jahren den Gemeindehaushalt zusätzlich belasten.Bürgermeister Alwin Märkl
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