Freudenberger Gemeinderat stimmt Erhöhung zu, wenn alle Kommunen mitziehen
Doppelt so viel fürs Tierheim

Politik
Freudenberg
14.11.2016
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Jedes Jahr verteilt die Gemeinde Freudenberg freiwillige Investitionszuschüsse an Vereine, Organisatoren und Kirchen. Der Gemeinderat stimmte bei seiner Sitzung der von der Verwaltung vorgeschlagenen Auszahlung zu.

Nachdem im vergangenen Jahr die letzten Zuschüsse für das Pfarr- und Jugendheim in Etsdorf und die Innenrenovierung der Kirche St. Ursula in Pursruck vergeben wurde, erfolgte nun eine Anhebung der Zahlungen für den Pfarrhof Paulsdorf und die Außenrenovierung der Kirche St. Walburga in Lintach auf jeweils 3000 Euro. Für die Innenrenovierungen der Kirchen St. Martin in Wutschdorf und St. Ägidius in Aschach gibt es künftig 2000 Euro. Die Wutschforfer Pfarrbücherei wird mit 150 und die Wasserwacht mit 160 Euro bedacht.

Die Sportvereine erhalten, gestaffelt nach ihrer Mitgliederzahl, insgesamt 8000 Euro. Der Männergesangverein Freudenberg bekommt 150 und der Musikverein Freudenberg 1143 Euro überwiesen. Die Obst- und Gartenbauvereine können sich auf 1000 Euro freuen, während für die Kameradschaftspflege der Feuerwehren 1200 Euro einkalkuliert sind. Außerdem erhalten sie 75 Euro Reinigungszuschuss für ihre Gerätehäuser.

Durch den heftigen Starkregen im Sommer wurden mehrere öffentliche Feld- und Waldwege, vor allem rund um Immenstetten, teilweise heftig ausgespült. Auf Vorschlag von Bürgermeister Alwin Märkl und der Verwaltung beschloss das Gremium, bei derartig gravierenden Schäden den Zuschuss, der Jagdgenossenschaften gewährt wird, auf 40 Prozent zu erhöhen. Nach derzeitigem Stand können die Einnahmen des Tierschutzvereines die laufenden Kosten für den Betrieb des Tierheims nicht mehr decken. Durch die Erhöhung des Beitrages von bisher 0,50 Cent pro Einwohner auf einen Euro wäre eine kostendeckende Arbeit gewährleistet. Da es sich um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handelt, stimmte der Gemeinderat der Erhöhung zu, sofern sich alle anderen Landkreiskommunen ebenso beteiligen. Bürgermeister Märkl informierte das Gremium, dass der Bau einer Brücke über den Fensterbach bei Pursruck durch die Gemeinde gestoppt wurde. Nach Gesprächen mit der Regierung und dem Staatlichen Bauamt sowie dem des Landkreises war man sich einig, dass ein Bau mit dem Risiko, dass beim Neubau der AS 18 ein Abriss und eine Versetzung notwendig wird, nicht in Frage kommen kann.

Durch die Neuregelung des Umsatzsteuergesetzes sei erhöhte Vorsicht bei den Kommunen angesagt, wenn auf privatwirtschaftlicher Basis Leistungen erbracht werden, bei denen bestimmte Grenzen überschritten werden und damit eine Wettbewerbsverzehrung in Frage kommen könnte. Auf Anraten des Bayerischen Prüfungsverbandes beschloss der Gemeinderat, dass vorbehaltlich eines etwaigen Widerrufs für sämtliche nach dem 31. Dezember 2016 und vor dem 1, Januar 2021 ausgeführten Leistungen weiterhin die geltende Fassung angewendet werden soll.
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