Gemeinde Freudenberg bewirbt sich um Kommunalinvestitionsprogramm
Ein Stück vom Kuchen

Der Gemeinderat Freudenberg machte sich vor Ort ein Bild über die Erweiterung und Neugestaltung der Räume im Kindergarten St. Ursula in Lintach. 2. Bürgermeister und Kirchenpfleger Franz Weiß (Zweiter von rechts) erläuterte die Baumaßnahme. Bild: sche
Politik
Freudenberg
14.01.2016
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Der Bund hat ein Sondervermögen namens Kommunalinvestitons-Förderungsfonds in Höhe von 3,5 Milliarden Euro eingerichtet, um in den Jahren 2015 bis 2018 finanzschwache Gemeinden zu unterstützen. Von diesem Kuchen will sich Freudenberg ein Stück sichern.

Architekt Herbert Harth vom gleichnamigen Planungsbüro erläuterte den Gemeinderäten bei deren Sitzung die Möglichkeiten, um an die bis zu 90-prozentige Förderung der zuwendungsfähigen Kosten zu gelangen.

Wie Bürgermeister Alwin Märkl erläuterte, hatte Harth in Absprache mit der Verwaltung im Vorfeld drei in Frage kommende Projekte ausgearbeitet. Demnach würde die energetische Sanierung der Grund- und Mittelschule Wutschdorf in Priorität eins eingestuft. Eingeteilt in vier Bauabschnitten könnten energetische Maßnahmen bei der Außenhülle und der Anlagentechnik, aber auch städtebauliche Maßnahmen wie die Barrierefreiheit angegangen werden.

Bewerbung um Geld


Als weitere Projekte hätten sich das Tempelmuseum in Etsdorf und das ehemalige Forsthaus in Wutschdorf herauskristallisiert. Das Gremium fasste den einstimmigen Beschluss, die Bewerbung um die Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm einzuleiten.

Das Amt für Ländliche Entwicklung hat für heuer den Ausbau des Kernweges zwischen Weiher und Hainstetten beim Langlaufzentrum am Rotbühl mittlerweile zugesagt. Für das rund 850 Meter lange gemeindliche Teilstück muss die Gemeinde Freudenberg rund 88 000 Euro aufbringen. Das Gremium stimmt dem Ausbau der Trasse zu, nur Matthias Demel (FW) sprach sich dagegen aus.

Die Gemeinden wurden aufgefordert, der Regierung der Oberpfalz geeignete Grundstücke für den Bau von Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber zu melden. Die Räte stellten fest, dass in beplanten Innerortsbereichen alter Ortschaften keine geeigneten Grundstücke verfügbar seien. Auch gebe es keine kommunalen Gebäude, die als Gemeinschaftsunterkunft genutzt werden können: Die Feuerwehrhäuser schieden wegen nicht vorhandener sanitärer Einrichtungen aus, die Schulen seien mit Kindern voll belegt. Über private Grundstücke könne die Kommune keine Aussage treffen.

Thema Ehrenamt vertagt


Die bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Lintach gewählten Kommandanten Benjamin Weiß und Dennis Schubert wurden bestätigt. Gegen die Beplanung eines Sondergebietes Paintballanlage Trisching und eines Baugebietes Schmidgaden West hatte das Gremium nichts einzuwenden. Ein Antrag der SPD-Fraktion bezüglich der Einführung eines jährlichen Ehrenamtsempfanges oder eines Tages des Ehrenamts wurde nach längerer Diskussion vertagt. Vor einem Beschluss sollen weitere Vorschläge und Anfragen bei Nachbarkommunen eingeholt werden.

Vor seiner Sitzung hatte der Gemeinderat am Kindergarten St. Ursula in Lintach den Abschluss von dessen Erweiterung und Umbau besichtigt. 2. Bürgermeister und Kirchenpfleger Franz Weiß führte durch die neu gestalteten Räume. Die kirchlich geführte Kindertagesstätte kann drei Gruppen aufnehmen. Die offizielle Weihe ist für Sonntag, 21. Februar, geplant.
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