Gemeinderat Freudenberg nimmt Stellung zur 22. Änderung des Regionalplanes Region Oberpfalz-Nord
Nein zu weiteren Windenergieanlagen

Die durch den Planungsverband-Nord weitere geplante Standorte für Windenergieanlagen in der Gemeinde Freudenberg
Politik
Freudenberg
16.11.2016
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Die Gemeinde Freudenberg gilt als Vorreiter bei der Windenergienutzung. Sie war eine der ersten Kommunen in Bayern, die eine rechtskräftige Konzentrationszone für die Windkraftnutzung zum Verfahrensabschluss gebracht hatte. Im Regionalplan Oberpfalz-Nord steht nun wieder eine Änderung an, mit der sich der Gemeinderat befassen musste.

Das Gremium gab eine mehrseitige Stellungnahme ab und beantragte, die vorhandene Konzentrationszone in die 22. Änderung des Regionalplans aufzunehmen. Darin sprach sich Freudenberg auch dagegen aus, zusätzliche Vorbehaltsgebiete auszuweisen.

Weitere Vorbehaltsgebiete


Südlich des Planungsgebietes der Gemeinde sind in Richtung der Ortschaft Schleißdorf abweichende Vorbehaltsgebiete dargestellt. Die Abgrenzung der von der Gemeinde ausgewiesenen Konzentrationsfläche beruhe auf nachvollziehbaren und begründeten Abwägungen, hieß es in der Sitzung. Auch Änderungen für den Bereich östlich von Aschach und westlich von Lintach lehnt die Gemeinde ab, da Belange der Raumordnung, der Wirtschaftlichkeit und von Freizeit und Erholung maßgeblich berührt würden. Windkraftanlagen würden Sichtachsen zur Mariahilfbergkirche in Amberg negativ beeinträchtigen. Die Ausweisung nördlich von Freudenberg würde Belange der Raumordnung, des Arten- und Biotopschutzes sowie von Waldfunktion, Denkmalschutz, Lanschaftsbild, Wirtschaftlichkeit sowie von Freizeit und Erholung maßgeblich berühren. Das Areal südöstlich von Etsdorf liegt im Tourismusgebiet bayerischer Jura.

Vor der Entscheidung über die eigenen Planungen und die damit verbundenen Ausschlusswirkung für das übrige Gemeindegebiet hatte sich Freudenberg vor Anfragen und Vorplanungen von Betreibern kaum noch retten können. Dieses Ansinnen hatte erheblichen Unmut in Teilen der Bevölkerung erzeugt. Bürgermeister Alwin Märkl und das Gemeinderatsgremium bekräftigten bei der Sitzung, dass es äußerst sinnvoll wäre, die Vorhaben auf die vorhandene Konzentrationszone zu beschränken. Bei einer Ausweisung von zusätzlichen Flächen im Regionalplan laufe man nach einer jahrelangen Überzeugungsarbeit Gefahr, dass sich wieder erhebliche Diskussionen in der Bürgerschaft entwickelten.

Detaillierte Abwägungen


In der Stellungnahme des Gremiums heißt es: "Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass der Planungsverband seiner Lenkungsfunktion nachkommen muss. Er stellt jedoch fest, dass in die Entscheidungsfindung und Abwägung der Regionalplanung die tiefer gehenden detaillierten Abwägungen der Gemeinde Freudenberg im Rahmen der Flächennutzungsplanänderung einfließen und hier berücksichtigt werden müssen."
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