Heujahrsempfang der Gemeinde Freudenberg
Von guter Konjunktur profitiert

Auf regen Zuspruch stieß der Neujahrsempfang der Gemeinde Freudenberg in der Aula der Grund- und Mittelschule. Bilder: sche (2)
Politik
Freudenberg
02.02.2016
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Bürgermeister Alwin Märkl zitierte bei seinem Neujahrswunsch Walther Rathenau: "Weniger Rede, mehr Gedanken - weniger Interessen, mehr Gemeinsinn."

Als Zeichen der großen Verbundenheit mit der Gemeinde Freudenberg wertete Bürgermeister Alwin Märkl, dass so viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aus den Kirchen und Medien, aus den Vereinen und Verbänden seiner Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt waren.

Freudenberg. (sche) Musikalisch und gesanglich wurde die Veranstaltung von den Lintacher Sängern umrahmt. Gleich zu Beginn seiner Rede wartete das Gemeindeoberhaupt mit positiven Nachrichten auf. Freudenberg habe von der insgesamt guten Konjunktur profitiert: "Handel und Gewerbe haben gute Umsätze erzielt, die Auftragsbücher der Unternehmen sind gefüllt. Dank der guten Wirtschaftslage sind die Steuereinnahmen der Kommune gestiegen."

Wichtige Projekte


Allerdings nahmen laut Märkl nicht nur die Einnahmen zu, auch die Ausgaben seien erneut stark angestiegen und hätten den Haushalt belastet. An die Adressen der Abgeordneten gerichtet fügte er hinzu, dass eine ausreichende finanzielle Ausstattung unabdingbare Voraussetzung sei, damit die Kommunen ihre Aufgaben gut erfüllen könnten.

Im vergangenen Jahr seien in der Gemeinde Freudenberg wichtige Projekte verwirklicht oder in Gang gesetzt worden, die den Bürgern mehr Lebensqualität brächten. Exemplarisch nannte Märkl die Brunnenbohrung bei Schlauderhof sowie die Planung eines langfristigen Konzepts zur Trinkwasserversorgung mit geänderter und ergänzter Wasserverteilung.

Sanierung der Schule


Als größte Herausforderung 2015 nannte der Bürgermeister die Aufnahme von Flüchtlingen. Ein Schwerpunkt liege nach wie vor auf der Kinderbetreuung und Bildung. Um wohnungsnahe Betreuungseinrichtungen vorzuhalten, habe man in den Kindergarten Lintach investiert. Weiterhin versuche die Gemeinde, die energetische Sanierung und den behindertengerechten Ausbau der Mittelschule Freudenberg über das kommunale Investitionsprogramm zu bewerkstelligen. Trotz zum Teil sehr schwieriger Grundstücksverhandlungen zeichneten sich akzeptable Lösungen für die Schaffung von Wohngebieten ab - "ein wichtiges Kriterium für Familienfreundlichkeit", wie Märkl meinte.

Ein weiterer Schwerpunkt der Agenda liege auf dem Ausbau der Infrastruktur. Der Bürgermeister appellierte an den Vertreter des Staatlichen Bauamtes, den Ausbau der Staatsstraße 2399 zwischen Lintach und Raigering nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. Der Ausbau der Vectoring-Technik auf der Datenautobahn und der Weiterbetrieb der Bäckerfiliale mit der Poststelle hätten den Wirtschaftsstandort Freudenberg gestärkt.

Bei allen Projekten und Planungen würden die Bürger frühzeitig und umfassend einbezogen, versprach Märkl. Beste Beispiele seien die Ortsverschönerung in Lintach und Hiltersdorf sowie die kommende Dorfsanierung in Bühl. Er hob hervor, dass sich viele Frauen und Männer für das Gemeinwohl engagieren, etwa die Helfer vor Ort, die nach fast zehnjähriger Tätigkeit unter das Dach der Feuerwehr geschlüpft seien und sich nun "First Responder Freudenberg" nennen. "Gegründet als eine Interessengruppe, opfern diese Freiwilligen ihre Freizeit, um anderen zu helfen. Zu mehr als 600 Einsätzen wurden sie in den zurückliegenden Jahren gerufen", stellte der Bürgermeister fest. Die Unternehmer und Vereine rief er dazu auf, die ehrenamtlichen Helfer finanziell zu unterstützen.

Aufstrebende Kommune


Landrat Richard Reisinger bezeichnete Freudenberg als aufstrebende, aber doch traditionsbewusste Gemeinde. Ein Grußwort sprach auch Bürgermeister Anton Pfeifer von der Partnergemeinde Grafenegg im Kamptal (Niederösterreich), der mit seinen Vize Franz Klein aus diesem Anlass eine 440 Kilometer lange Fahrt auf sich genommen hatte.
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