Kritik an fehlenden Baugebieten in Freudenberg
Rathauschef schießt zurück

Politik
Freudenberg
18.01.2016
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Gibt es in der Gemeinde Freudenberg zu wenig Bauplätze? Über diese Frage gibt es Streit im Gemeinderat. Bürgermeister Alwin Märkl reagierte nun auf Kritik, die von der SPD kam.

Rathauschef Alwin Märkl nahm im Gemeinderat zur Kritik durch den SPD-Ortsverein Stellung. Fraktionsvorsitzender Gerhard Dotzler hatte dem Bürgermeister und der Verwaltung vorgeworfen, aussichtslose Anfragen bezüglich nicht bebauter Baulücken zu starten.

Weiter hatte er kritisiert, die Ausweisung von kleineren Baugebieten werde zu zögerlich angegangen, während dies in anderen Gemeinden auf vorbildliche Weise geschehe. Märkl zeigte sich darüber sehr verwundert, da alle Beschlüsse über die Vorgehensweise in der Bauleitplanung im Gemeinderat einstimmig gefasst worden seien.

Schwierige Verhandlungen


Bezüglich der Abfragen nach unbebauten Baugrundstücken komme die Gemeinde einer fundierten Begründung für die Neuausweisung von Baugebieten näher. Der Bedarfsnachweis werde von den Fachbehörden im Rahmen der Bauleitplanung gefordert. Dieser Umstand sei im Gemeinderat mehrmals und ausführlich diskutiert worden.

"Hier von sinnlosen Abfragen zu sprechen, ist schon erstaunlich", sagte Märkl. Er räumte aber ein, dass ein gewisser Stau bei der Ausweisung von neuen Baugebieten vorliege. Dies sei den schwierigen Grundstücksverhandlungen geschuldet, welche geführt werden müssen, um eine ordnungsgemäße Aufstellung von Bebauungsplänen durchführen zu können.

Er verwies darauf, dass es laufend viele Gespräche gebe, "die mit großer Wahrscheinlichkeit auch zum Erfolg führen werden". Einige andere Gemeinden seien momentan bei der Ausweisung etwas weiter, jedoch gestalte sich auch dort die Bauleitplanung schwierig und dauerte teilweise über mehrere Jahre, erklärte Märkl.

Aussagen falsch


Auch im Bezug auf die Breitbanderschließung gab es Ärger. Die Aussage "Die Verteilerkästen der Firma Jobst IT sind montiert und Funkmasten in Arbeit" von SPD-Gemeinderat Dotzler sei falsch. Seit dem 30. November sei die Erschließung der Ortschaften Lintach, Aschach, Paulsdorf und Hiltersdorf durch die Firma Jobst bereits abgeschlossen.

Nur in Etsdorf, für das in der vergangenen Woche eine Einigung über den Funkmaststandort erreicht worden sei, müssten die Bürger noch auf die Umsetzung warten. "Die Verbreitung solcher Aussagen sind nicht nachvollziehbar und beschädigen die Arbeit des gesamten Gemeinderates", sagte der Bürgermeister.

Noch ein Fehler


Eine Fehlinterpretation habe es beim Breitbandausbau in Freudenberg gegeben. Hier habe die Telekom nicht mit der Verlegung der Leitungen begonnen. "Die kürzlich durchgeführten Grabungsarbeiten betreffen die Erschließung der T-Mobile-Mobilfunkstation in Freudenberg mit einem Glasfaserkabel und haben mit dem vereinbarten Breitbandausbau mit der Telekom im Rahmen des Förderprogramms des Freistaates Bayern nichts zu tun", stellte der Rathauschef klar.
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