1600 Hektar großes Jagdrevier Kemnath am Buchberg wird in zwei Bögen unterteilt
Hohe Abschussquote hält Schäden in Grenzen

Der Vorstand der Kemnather Jagdgenossen mit dem Vorsitzenden Johann Reng (links), den drei Jagdpächtern Konrad Wilfurth, Christoph Grabinger und Thore Böttcher (vorne, von links) und 2. Bürgermeister Uwe Bergmann (rechts). Bild: seb
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Freudenberg
19.02.2016
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Kemnath a. B. Das knapp 1600 Hektar große Jagdrevier in Kemnath am Buchberg war bisher in drei Bögen eingeteilt. Nachdem die Pächter Rudolf Kraus mit seinem Sohn Bernhard und Christoph Grabinger teils aus Altersgründen, teils aus beruflichen Zwängen die Pacht nicht weiterführen konnten, war eine Neuzu-teilung notwendig geworden. Sie tritt ab 1. April in Kraft und dauert neun Jahre. Der mit 630 Hektar etwas vergrößerte Bogen Nord bleibt weiterhin in den bewährten Händen der Pächter Rudolf Reil und Wolfgang Bähnk aus Nabburg zu veränderten Bedingungen.

Vertrag bis 2025


Der restliche Teil heißt künftig Bogen Ost-West, ist mit 936 Hektar der größte und wird hauptsächlich von Thore Böttcher aus Tradlmühle nahe Kemnath und seinem Mentor Konrad Wilfurth gepachtet und bejagt. Der Pachtvertrag gilt ebenfalls bis 1. April 2025 und hat identische Bedingungen wie das Revier Nord.

Da laut Aussage des Jagdvorstands Hans Reng mehrere Anfragen bezüglich der Pacht vorlagen, seien die Verhandlungen zwar langwierig, aber stets in fairer und respektvoller Atmosphäre verlaufen, mit dem beschriebenen Ergebnis, das die Versammlung einstimmig bestätigte. In seinem Rechenschaftsbericht erwähnte Reng die weitere Aktualisierung des Jagdkatasters, die Auszahlung von 6000 Euro für den Wegebau und die Reparatur des Holzspalters in Höhe von 450 Euro. Bezüglich der Verbissschäden sei ein verträgliches Maß, bei Laubhölzern etwas mehr als bei Nadelhölzern, erreicht worden, berichtete der Jagdvorstand weiter und führte als Grund die relativ hohe Abschussquote von fünf Rehen pro 100 Hektar an. Weil in den letzten zwei Jahren 80 Wildschweine erlegt wurden, seien die Flurschäden äußerst niedrig gehalten worden, lobte Reng die Jägerschaft, die weiterhin mit 20 Euro pro Abschuss rechnen könne. Hinsichtlich der Auszahlung des Jagdschillings regte Reng eine Änderung an, die bei einer Gegenstimme auch angenommen wurde. Künftig werde sie kurz vor Ende des Jagdjahres vorgenommen, damit der Vorstand finanziell für alle Fälle gewappnet sei.

Dank und Brotzeitkorb


Zum Schluss verabschiedete Reng Christoph Grabinger, der neun Jahre ein verantwortungsvoller Mitpächter war, mit einem Brotzeitkorb. Rudolf und Bernhard Kraus waren ebenfalls geladen, aber nicht erschienen. Mit ihnen wolle Konrad Wilfurth ein Gespräch führen bezüglich der Hinterlassenschaften im Revier. Rudolf Reil hob im Namen der Jäger die gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand und den Genossen hervor und bot Neupächter Böttcher Hilfe an, falls er sie bei dem großen Revier benötige. 2. Bürgermeister Uwe Bergmann übermittelte die Grüße des Bürgermeisters und bestätigte die bisherigen Abmachungen zwischen Stadt und Jagdgenossen.
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