Aschacher feiern ihre Ägidikirwa
Unter glühend heißer Sonne

Hochsommerliches Wetter herrschte bei der Aschacher Kirwa. Da strahlten nicht nur die 26 Paare, sondern auch die zahlreichen Besucher. Bilder: sche (2)
Vermischtes
Freudenberg
30.08.2016
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33 Grad zeigte das Thermometer an, als die Aschacher Kirwaburschen mit Hilfe von Ortsbewohnern unter dem Kommando von Andreas Schäffer die 33 Meter lange Fichte in die Senkrechte brachten. Der Baum, gestiftet vom ehemaligen Burschenvereins- Vorsitzenden Klaus Weigl, wies den vielen Besuchern der Ägidikirwa den Weg.

Aschach. Bevor es aber soweit war, musste das Kirwawahrzeichen im nahen Wald gefällt und zum Festplatz gebracht werden. Den Altburschen Stefan Schäffer und Norbert Weiß gelang es dank ihres handwerklichen Geschicks beim Schnitzen, dem Baum sein staatliches Aussehen zu verleihen. Dazu trugen auch die von den Moidln vorbereiteten Girlanden und Kränze bei. Um vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein, musste der Baum bis zum Austanzen am Sonntagnachmittag bewacht werden.

Eingeläutet wurden die Festlichkeiten am Samstagabend mit der Band Sappralot, die zum Tanz aufspielte. Am Sonntagvormittag besuchten die 26 Paare in der Ägidiuskirche den Festgottesdienst. Hier erinnerte Pfarrer Eduard Kroher an die Weihe des Gotteshauses im Jahr 1755, den Ursprung der heutigen Kirwa. Nach dem Mittagessen im Bienenhof marschierten die Paare zum Festplatz, wo sich schon zahlreiche Besucher aus nah und fern um den Baum versammelt hatten und das Austanzen miterleben wollten. Die Burschen mit ihren blumen- und bändergeschmückten Hüten stimmten zu den Klängen der Aschacher Musikgruppen Schnodahüpfln an, die mit Gerstensaft gefüllten Kirwalieseln und Trinkhörner drehten fleißig ihre Runden. Im Festzelt übernahm währenddessen das Buchbergecho das musikalische Kommando und sorgte für eine prächtige Stimmung.

Nach einer kurzen und heißen Nacht wurde am Montagmorgen dem Kirwabären das Fell übergezogen. Der machte sich dann mit seinem Gefolge auf den Weg, um in der Ortschaft sein Unwesen zu treiben. Dabei bekam so mancher sein Fett, sprich ein rußgeschwärztes Gesicht, ab. Abends läutete die Band Rotzlöffl den Endspurt der Kirchweihtage ein.
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