Aschacher Feuerwehrkommnadantunzufrieden mit der Beteiligung an Übungen
Mancher nur auf dem Papier aktiv

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Freudenberg
29.03.2016
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Erstmals in ihrer 133-jährigen Geschichte hat die Feuerwehr Aschach die 200-Mitglieder-Grenze erreicht. Von den 98 Aktiven kommen aber nicht alle ihren Dienstpflichten nach und fehlen bei Übungen. Kommandant Norbert Hiller will die Betroffenen daher nach Rücksprache mit ihnen und ihren Gruppenführern "in den passiven Bereich verschieben".

Aschach. Vorsitzender Klaus Püschl zeigte sich erfreut über den guten Besuch der Jahreshauptversammlung im Bienenhof. Vorausgegangen war ein Gottesdienst zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder, den Pfarrer Eduard Kroher in der St.-Ägidius-Kirche zelebrierte.

Erstmals 200 Mitglieder


Püschls Tätigkeitsbericht skizzierte ein reges Vereinsleben. Die Feuerwehr hat erstmals 200 Vereinsangehörige. Für das kommende Jahr kündigte Püschl einige Veranstaltungen an, darunter den Besuch von vier Mitglieder-Hochzeiten.

Kommandant Norbert Hiller berichtete von zehn Einsätzen im vergangenen Jahr, darunter der Großbrand einer Maschinenhalle in Lintach. Als wünschenswert bezeichnete er, wenn die Übungen zum Aufbau eines Löschangriffes besser besucht worden wären. Erfreulich sei dagegen, dass sich 24 Aktive den Leistungsprüfungen Wasser unterzogen hätten. Durch die Freischaltung des Fahrzeugdigitalfunks am Montag, 4. April, kommt künftig nur noch die neue Technik zum Einsatz. Aufgrund ihrer Leistungen ernannte er drei Aktive zum Oberfeuerwehrmann und vier weitere zum Hauptfeuerwehrmann.

Um den Nachwuchs der Wehr kümmert sich Jugendwart Dominik Kopf. Zur Zeit hat er 15 Schützlinge, zehn Jungen und fünf Mädchen. Mit Erreichen des 18. Lebensjahrs traten drei Anwärter zur aktiven Wehr über. Die bisherigen Unternehmungen werden in diesem Jahr mit der Ausbildung zum Erwerb der Bayerischen Jugendspange ergänzt.

2. Bürgermeister Franz Weiß meinte, dass das Aufgabengebiet der Feuerwehren weiter zunehmen werde. Umso dankbarer sollte man den Frauen und Männern entgegen treten, die rund um die Uhr für die Sicherheit sorgen. Kreisbrandinspektor Hubert Blödt pflichtete ihm bei. "Was wäre denn, wenn es die freiwilligen Wehren nicht geben würde? Ein Forschungsinstitut bringt es auf diesen Nenner: Für den Landkreis wären sieben Stützpunkte mit Personalkosten von rund 36 Millionen Euro pro Jahr vonnöten. Kosten, die die Gemeinden und somit ihre Bürger aufbringen müssten."

"Unverzichtbar"


Zu 1744 Einsätzen seien die Landkreiswehren im vergangenen Jahr gerufen worden, darunter das schwere Zugunglück bei Freihung oder der Großbrand in Lintach. Eins war für den Kreisbrandinspektor klar: "Es wird weiterhin Brände und Unfälle geben. Und deshalb sind die Feuerwehren ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft."
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