Bischof segnet Erweiterungsbau am Lintacher Kindergarten
Nun Platz für eine dritte Gruppe

Mit Weihwasser spendete Bischof Rudolf Voderholzer den kirchlichen Segen für den Lintacher Kindergarten.
Vermischtes
Freudenberg
24.02.2016
47
0
 
Bischof Rudolf Voderholzer (hinten Mitte) besichtigte den neuen Gymnastikraum. Begleitet wurde er von Ortspfarrer Robert Kratzer (links daneben), den Mädchen und Buben sowie dem Personal des Kindergartens mit Leiterin Susanne Dolles (hintere Reihe, Zweite von rechts), dem 2. Bürgermeister und Kirchenpfleger Franz Weiß und Bürgermeister Alwin Märkl (vordere Reihe, Erster und Zweiter von links) samt einigen Gemeinderäten. Bilder: jow (2)

Nach gerade einmal achtmonatiger Bauzeit wurde der Erweiterungsbau des Kindergartens St. Walburga in Lintach fertiggestellt. Bischof Rudolf Voderholzer gab den neuen Räumen den kirchlichen Segen.

Lintach. (jow) Kinder der Grundschule Lintach begrüßten Voderholzer bei seiner Ankunft im Pfarrhof. Von dort zogen die Gläubigen, begleitet von den Mädchen und Buben des Kindergartens St. Walburga mit ihren Eltern sowie den Fahnenabordnungen der Pfarreien Lintach und Pursruck, in die Pfarrkirche St. Walburga ein.

Gemeinsam mit Pfarrer Robert Kratzer feierte der Bischof den Festgottesdienst, den ein extra für diesen Tag zusammengestellter Chor mitgestaltete. In seiner Predigt ging Voderholzer auf das Evangelium von der Verklärungsgeschichte Jesu auf dem Berg Tabor ein. "Diese Stunden des Lichts und der Klarheit über das Ziel des Weges sind gleichzeitig ein Gegensatz zum oftmals schwierigen Weg im Alltagsleben. Diese Geschichte sagt uns auch, dass Christus die Mitte in unserem Leben ist", sagte Voderholzer.

Eintrag ins Goldene Buch


Nach dem Gottesdienst ging der Bischof gemeinsam mit den Kindern und Gläubigen zum Kindergarten St. Walburga. Hier wurde er vom Kirchenpfleger und 2. Bürgermeister Franz Weiß, dem Kindergartenpersonal und den Mädchen und Buben, die das Lied "Pass auf, kleines Auge, was du siehst" sangen, begrüßt. Weiß gab einen kurzen Überblick über die Erweiterungsbaumaßnahme.

Bürgermeister Alwin Märkl lobte die gelungene Umsetzung der Kindergarten-Erweiterung und bedankte sich bei den Pfarreien Lintach und Wutschdorf für die kirchliche Trägerschaft für die beiden Kindergärten im Gemeindebereich. Bischof Rudolf Voderholzer bat er um Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde.

Froh über Verbesserungen


Kindergartenleiterin Susanne Dolles und Elternbeiratvorsitzende Cornelia Walz äußerten ihre Freude über die neuen Räume und die damit verbundenen Verbesserungen im täglichen Betrieb. Beide dankten auch den Eltern für ihr stetes Mitwirken, insbesondere bei den Vorbereitungsarbeiten für diese Einweihungsfeier. Architekt Johann Ernst lobte die angenehme Zusammenarbeit mit den Bauherren und hatte für jede Kindergartengruppe eine große Rolle Malpapier dabei.

Kirchenpfleger Weiß würdigte die Arbeit des Architekten und die zeitgerechte Umsetzung des Bauvorhabens. Dank galt vor allem dem Personal des Kindergartens unter der Leitung von Susanne Dolles für das Verständnis, denn es habe während der Baumaßnahme den laufenden Betrieb des Kindergartens aufrecht erhalten. Weiß hob die finanzielle Beteiligung an den Baukosten durch die Nachbarpfarreien Freudenberg, Etsdorf, Paulsdorf und Pursruck und natürlich auch durch die bischöflichen Finanzkammer hervor. Er bat Bischof Voderholzer, dass die Pfarrei Lintach weiterhin in ihrer eigenständigen Form bestehen bleibe.

Nach dem kirchlichen Segen überreichten die Kindergartenkinder dem Bischof ein Geschenk. Die Besucher waren zu einem Imbiss eingeladen und konnten sich anhand von Bildern einen Überblick über den Ablauf der Baumaßnahme machen.

Kosten von rund 484 000 EuroDer Lintacher Hort wurde 1999 als zweigruppiger Kindergarten in Betrieb genommen. Da die Kinderzahlen ständig stiegen, war er ab 2006 völlig überbelegt. Deshalb wurde ab 2007 eine dritte Gruppe vorübergehend in die angrenzende Grundschule ausgelagert. Da dies keine zufriedenstellende Lösung darstellte, wurde wieder auf zwei Gruppen reduziert, weswegen aber nicht alle Kinder aufgenommen werden konnten.

2009 entschied sich die Pfarrei Lintach als Träger unter Einbeziehung der Eltern und der Gemeinde Freudenberg für eine befristete Container-Lösung, um die Entwicklung der Belegzahlen prüfen zu können. Nachdem absehbar war, dass eine dritte Gruppe dauerhaft Bestand haben wird, beschloss man 2013, den Kindergarten zu erweitern. Auch die Themen Mittagessen und Inklusion sprachen für diesen Schritt.

Diözese Regensburg und Gemeinde Freudenberg stimmten der Maßnahme zu, so dass im April 2015 der erste Spatenstich erfolgte. Bereits im November - vier Wochen früher als erwartet - konnten die neuen Räumlichkeiten in Betrieb genommen werden. Die Kosten für die Baumaßnahme beliefen sich auf rund 484 000 Euro. (jow)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.