Bürgerwind-Akteure: Dezentrale Energieversorgung machbar
"Doppeltes Spiel"

Nur 700 Meter von den Häusern in Witzlricht entfernt drehen sich seit 2011 die ersten beiden Windräder, die im Landkreis Amberg-Sulzbach aufgestellt wurden. Die Akzeptanz ist dank breiter Bürgerbeteiligung groß. Auch heute noch. Bild: upl
Vermischtes
Freudenberg
22.10.2016
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"Hundert Prozent erneuerbare, dezentrale und vernetzte Energieversorgung ist nicht nur möglich, sondern langfristig die beste, nachhaltigste und krisensicherste Energieversorgung." Das sagt mit voller Überzeugung Matthias Knab, einer der Gründer der Bürgerwind-Genossenschaft Freudenberg (Kreis Amberg-Sulzbach).

Er und drei weitere Mitstreiter sorgten dafür, dass sich im Landkreis Amberg-Sulzbach 2011 die ersten beiden Windräder drehten - befürwortet von den unmittelbar betroffenen Anwohnern und finanziell weitgehend getragen von Bürgern aus der Region. "Würden alle Anstrengungen ehrlich und konsequent auf das Ziel erneuerbarer, dezentraler Energieversorgung hinarbeiten, wäre der Netzausbau in diesem Stil nicht oder nur deutlich reduziert nötig. Die Vernetzung müsste dann nur regionale Schwankungen der Erzeugung ausgleichen."

Alle ernstzunehmenden Fachleute, die dieses Ziel unterstützen, gingen einhellig davon aus, dass die derzeitigen Ausbaupläne vor allem dem mittelfristigen Erhalt der Braunkohleverstromung dienen, erklärt Knab. Bayern habe mit dem Abschalten der Atomkraftwerke und dem gleichzeitigen Abwürgen der Windkraft (Stichwort 10H) vordergründig keine andere Chance, als Strom zu importieren. Knab: "Die Politik betreibt doppeltes Spiel."
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 22.10.2016 | 23:34  
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