Donatus-Fest am Sonntag
Patron gegen Unwetter

Die Donatuskapelle am Ortsrand von Aschach - am Jubiläumswanderweg Amberg-Schnaittenbach gelegen - lädt am Sonntag zum gemütlichen Verweilen ein. Bild: sche
Vermischtes
Freudenberg
13.07.2016
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Seit dem 17. Jahrhundert, um die Zeit von 1626, wird im Gebiet um Aschach der heilige Donatus verehrt. Die Gläubigen hofften auf seine Fürbitte und betrachten ihn - aktueller denn je - bis auf den heutigen Tag als Beschützer vor Blitzschlag und Unwetter.

Aschach. Viele Besucher werden sich am Sonntag, 17. Juli, wieder unter den schattigen Kastanienbäumen bei der Donatuskapelle zur kirchlichen und weltlichen Feier einfinden.

Hölzerne Statue


An der Stelle, wo heute das Kirchlein steht, befand sich vorher an einem Baum befestigt eine hölzerne Statue des Heiligen. Vor 170 Jahren, im Juni 1846, wurde mit dem Bau der kleinen neugotischen Kapelle am Ortsrand von Aschach begonnen. Die Bausteine lies Stephan Kopf, Bauer aus Aschach, unentgeltlich aus seinem Acker ausgraben. Die Fuhren und Handfrondienste leisteten sämtliche Pfarrangehörige freiwillig. Trotzdem entstanden Kosten von 239 Gulden und 18 ½ Kreuzer, denen Spenden aus der Bevölkerung von 145 Gulden und 44 ½ Kreuzer gegenüberstanden.

100 Gulden


Nachdem der Gemeinderat von Aschach einer Aufnahme der fehlenden 100 Gulden nicht zustimmte, traten elf Männer zusammen, die die 100 Gulden garantierten und sie selbst in Fristen von jährlich zehn Gulden zurück zu zahlen beschlossen. Außerdem wurden bei Kirchensammlungen weitere 47 Gulden eingenommen. So konnte bereits am 2. Sonntag im Juli 1847 die festlich geschmückten Kapelle durch Pfarrer Johannes Sebastian Stock eingeweiht werden.

Donatus gilt als Schutzpatron gegen Unwetter und Blitzschlag. Ihm zu Ehren wird daher alljährlich bei der Kapelle, die am Jubiläumwanderweg Amberg-Schnaittenbach liegt, das Donatusfest begangen. Der Pfarrgemeinderat Aschach-Raigering lädt dazu am kommenden Sonntag ein. Der Gottesdienst beginnt um 9.45 Uhr. Anschließend gibt es zum Frühschoppen Bier und Bratwürste. Der Andacht am Nachmittag um 14.30 Uhr schließt sich eine Fahrzeugsegnung an. Um zum Nachmittagskaffee Gebäck anbieten zu können, bitten die Veranstalter um Kuchenspenden. Der Erlös aus Kaffee- und Kuchenverkauf wird wieder an Schwester Monika Kopf für ihre Missionsarbeit in Brasilien weitergeleitet. Der Resterlös ist für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen bestimmt. Um einen reibungslosen Ablauf des Festes organisieren zu können, sollten sich freiwillige Helfer bei Karin Scharl, Brigitte Müllner oder Günter Stiegler melden.
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