Faschingszug
Mit päpstlichem Segen

Vermischtes
Freudenberg
09.02.2016
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Der Heilige Vater samt Baum und Gefolge, Filmfestival und Biathlon-Weltkup: Freudenberg mausert sich - zumindest einmal im Jahr, beim Gaudiwurm.

Rund 1000 Zuschauer waren es gestern, die verfolgten, wie sich der Faschingszug durch Freudenberg schlängelte - weitaus weniger als in den Jahren zuvor, was einzig und allein am grässlichen Wetter lag. Doch die, die trotz der Regenschauer gekommen waren, und die Narren, die tapfer im Zug mitgingen, ließen sich den Veilchendienstag, wie die Fastnacht auch genannt wird, nicht vermiesen.

Geboten bekamen die Zaungäste wieder einiges: tolle Ideen, originelle Maskierungen und so manches, worüber man sich lustig machen konnte. Um Punkt 14.30 Uhr setzte sich der Freudenberger Gaudiwurm in Bewegung, die Kinder spähten unter ihren Mützen, Kapuzen und Regenschirmen hervor, um ja keine Bonbons oder andere süße Wurfgeschosse zu verpassen. Voran im Zug marschierte die Kindergarde des Heimat- und Kulturvereins, gleich danach folgte die Jugendgarde. Über ihren Uniformen trugen die jungen Akteure durchsichtige Regenponchos.

Eine Gruppe war als indische Hochzeitsgesellschaft unterwegs, die Landjugend verlieh dem Ort einen Hauch von Glanz und Glamour: Freimberger Filmfestival. Der Oscar dürfte ihnen dafür sicher sein. Ein paar junge Damen hatten sich Planschbecken um die Hüften und Schwimmflügel an die Arme geschnallt - na ja, ganz so heftig war der Regen dann doch wieder nicht ...

Der Papstbaum, ein echter Hingucker. Und huldvoll winkte der Pontifex dem närrischen Volk zu. Die Oberlandler erinnerten ans Wirtshaus- und Geschäftssterben, die Weiherer führten ihren eigenen Zirkus mit. Der Bauernbühne wird's nie zu bunt, die süßen Haribo-Bärchen verteilten auch Popcorn.

Durchtrainierte Athleten rüsteten sich für den Biathlon-Weltkup, ein rollendes Tipi, hoch oben auf dem Wagen des Ochsenwirt-Stammtischs thronte der Obelix - Freudenberg als gallisches Dorf, wer weiß?! Am Zugende tanzten zwei Mädchen ausgelassen zu "Country Roads" - der Straßenkarneval war eröffnet, würden die Rheinländer dazu sagen. Zum Kehraus ging's dann traditionell in die Wirtshäuser.
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