Festgottesdienst auf dem Johannisberg
Hoffnungsvoll in Zukunft gehen

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Freudenberg
28.06.2016
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"Nach den Wetterkapriolen hat Johannes der Täufer heute für uns den Weg herauf auf den Johannisberg bereitet." Mit einem Fingerzeig auf den Starkregen am Tag zuvor begrüßte Pfarrer Norbert Götz die vielen Gläubigen, die sich vor dem Freialtar zum Festgottesdienst auf dem Wallfahrtsberg versammelt hatten.

Götz betonte, dass Johannes als Namensgeber des Johannisbergs die Menschen zusammenführe. Besonders wies er auf die Fußwallfahrer aus dem Oberland, aus Rottendorf, Kemnath, Lintach, Pursruck und Etsdorf hin. Festprediger war Regionaldekan Ludwig Gradl, die Messe zelebrierten Pater Robert Schmidbauer und Pfarrer Hans Hammer mit. Der Männergesangverein Johannisberg unter Leitung von Otto Meier umrahmte den Gottesdienst mit der Waldler Messe. Gradl bezeichnete in seiner Ansprache die Geburt des Johannes, dessen Namen "Gott ist gnädig" bedeute, als Geschenk der Gnade Gottes. Durch Jesus Christus, der Heil und Leben schenke, sei Gott den Menschen so nah wie möglich gekommen. "Ist Jesus Christus für uns der Lebensmittelpunkt, um den sich alles dreht?", fragte der Prediger die Gottesdienstbesucher.

Auf wackeligen Beinen


Man könne als Christ nach den Geboten Gottes leben. Das sei alles gut und wichtig. "Aber wenn es uns nicht gelingt, eine ganz persönliche Beziehung zu Jesus Christus aufzubauen und jeden Tag sich für ihn zu entscheiden, dann steht unser Christsein auf wackeligen Beinen", betonte Gradl. Durch das tägliche Gebet am Morgen, am Abend und während des Tages, durch den regelmäßigen Gottesdienstbesuch und durch die Beichte wachse die Beziehung zu Jesus, werde die Liebe zu ihm immer stärker.

"Der Glaube schwindet und die Esoterik boomt" - angesichts des zurückgehenden Gottesdienstbesuchs und zunehmender Kirchenaustritte rief Pfarrer Gradl die Gläubigen auf, als Christen nicht zu resignieren. "Jesus Christus ist mit uns. Fest verbunden mit ihm, können wir hoffnungsvoll in die Zukunft gehen."

Pfarrer Norbert Götz lud die Besucher nach der seelischen zur leiblichen Stärkung auf dem Johannisberg ein, denn beides gehöre zusammen. Er wies darauf hin, dass das Johannisfeuer am Donnerstag, 30. Juni, um 20 Uhr abgebrannt wird. Die Hammerbachtaler Blousn spielte eine zünftige bayerische Blasmusik. Am Nachmittag versammelten sich noch einmal zahlreiche Gläubige in der Johannisbergkirche zu einer abschließenden Andacht.
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