Florianstag: Aufgaben der Freudenberger Feuerwehr haben sich stark gewandelt
Säge und Schere statt Schlauch

Beim Florianstag in Freudenberg wurde verdiente Feuerwehrleute ausgezeichnet (vorn, von links): Wolfgang Göbl, Stefan Heldmann, Altbürgermeister Norbert Probst und Kreisbrandmeister Alex Graf; hinten (von links): Bürgermeister Alwin Märkl, Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl und Kreisbrandmeister Hubert Haller. Bild: sche
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Freudenberg
28.04.2016
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Seit 1985 begehen die acht Ortsteilfeuerwehren Freudenbergs gemeinsam den Florianstag. Auch heuer bewiesen sie Zusammengehörigkeitsgefühl und gedachten bei einer zentralen Veranstaltung ihres Schutzpatrons.

Freudenberg. (sche) So kamen die Floriansjünger auch in diesem Jahr in Freudenberg zusammen, um nach einem Kirchenzug, angeführt von der Jugendblaskapelle Freudenberg, in der Kirche St. Martin in Wutschdorf Gottesdienst zu feiern.

Pfarrer Norbert Götz ging in seiner Ansprache auf das Sonntagsevangelium ein, das von der Liebe handelte. Dabei dürfe es nicht nur um schöne Worte gehen - es müssten auch Taten folgen. Etwa "Dem Nächsten zur Wehr", wie es sich die Feuerwehren gemäß ihres Vorbilds, des heiligen Florians, auf ihre Fahnen geschrieben hätten.

Bürgermeister Alwin Märkl würdigte das Wirken der Wehren zum Wohle der Gemeinde. Sie seien für die Kommune unentbehrlich, für die Rettung und den Schutz der Bürger. Er dankte Einsatzkräften für ihre Bereitschaft, rund um die Uhr Leben, Gesundheit, Hab und Gut der Mitmenschen zu schützen und Schaden abzuwenden. Um allen Gefahrensituationen gewachsen zu sein, benötigten die Frauen und Männer der Feuerwehren großes Fachwissen, aber auch eine den erweiterten Erfordernissen angepasste moderne technische Ausstattung. Für diese werde der Gemeinderat die finanziellen Mittel bei Bedarf bereitstellen, versicherte Märkl.

Der federführende Kommandant und Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl erinnerte an die Veränderungen bei den Aufgaben und Anforderungen in den vergangenen Jahrzehnten: "Alarmmeldungen lassen sich heutzutage zu einem hohen Prozentsatz in die Rubriken schwerer Verkehrsunfall, Gefahrgut oder technische Hilfeleistung einordnen." Der Ursprung der Feuerwehr, nämlich als eine von Bürgern organisierte Selbsthilfe zum Löschen von Bränden, gerate immer mehr in den Hintergrund: "Die Säge und die Schere sind wichtiger als der Schlauch."

Beim Florianstag wurden Feuerwehrdienstleistende für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Wolfgang Göbl (FFW Lintach) war sechs Jahre Jugendwart, ebenso lang 2. Kommandant und führte die Lintacher Wehr von 1997 bis 2016 als Kommandant. Während dieser Zeit hatte er drei Jahre die Aufgaben des federführenden Kommandanten inne. Stefan Heldmann (FFW Hiltersdorf) war von 1992 bis 2004 Jugendwart und anschließend bis 2016 stellvertretender Kommandant. Jürgen Wenzlik (FFW Lintach) sorgte als Gerätewart von 2010 bis 2015 für die Einsatzbereitschaft der ihm anvertrauten Ausrüstung.
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