Freudenberger Bauernbühne spielt im Haberl-Anwesen
s' Schwalberl fliegt wieder ein

Neun Mal zeigt die Bauernbühne das Stück "'s Schwalberl".
Vermischtes
Freudenberg
29.06.2016
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Knapp 200 Zuschauer finden auf der Tribüne, die die Freudenberger Bauernbühne angeschafft hat, bequem Platz. Die professionelle Überdachung mit Seitenplanen sorgt für optimalen Schutz - somit ist man relativ wetterunabhängig. Ein Kern von 10 bis 15 Leuten hat sich für den Aufbau und weitere Arbeiten in den vergangenen Tagen dafür engagiert. "Viele waren von früh bis spät im Einsatz", lobt Bauernbühnen-Vorsitzender Norbert Altmann die Truppe.

Monika Altmann und Barbara Söllner tragen zwei Platten über den Hof und stellen sie auf den Holztisch. Jetzt wird erst einmal Brotzeit gemacht. Denn fleißig waren die Mitglieder der Freudenberger Bauernbühne schon. In einer knappen halben Stunde geht's weiter - diesmal mit der Probe.

Ein Mann schleppt ein paar Holzstämme, ein anderer mäht den Rasen, ein dritter kraxelt auf der Tribüne rum und lässt die Plane runter. Morgen ist Premiere im ehemaligen Haberl-Anwesen, das die Theatergruppe um Vorsitzenden Norbert Altmann und Regisseur Benno Schißlbauer gepachtet hat.

Im Haberl-Anwesen


Aufführen werden die Spieler erneut das Stück, das schon im vergangenen Sommer für Begeisterung bei den Zuschauern der insgesamt elf Aufführungen gesorgt hat: 's Schwalberl. Damals war es wirklich eine Premiere, denn die Akteure nutzten zum ersten Mal den leerstehenden Hof mitten in Wutschdorf als Spielort. Wenige Tage vor der ersten Aufführung der zweiten Schwalberl-Runde ist fast alles erledigt, jetzt geht es sozusagen nur noch ans Feintuning.

Benno Schißlbauer und Norbert Altmann schnaufen tief durch. Sie sitzen ganz oben auf der neuen Tribüne, man merkt ihnen an, dass sie stolz auf die neueste Errungenschaft der Bauernbühne sind. "Letztes Jahr hatten wir eine provisorische Tribüne", so der Spielleiter. Heuer ist das anders. Exakt 197 Zuschauer werden dort Platz finden. Und auch für eine Überdachung ist gesorgt. "Uns ist es ein ganz großes Anliegen, dass wir jede Vorstellung spielen können." Selbst wenn es regnen sollte, sitzt das Publikum im Trockenen. Seitenteile können ebenfalls noch runtergelassen werden. "Das ist quasi auch ein Schallschutz zur Straße", nennt Schißlbauer einen weiteren Vorzug.

Die Bauernbühne hat sich aus mehreren Gründen für den Kauf der Tribüne entschieden. "Wir wollen hier ja auch regelmäßig spielen", sagt Norbert Altmann. Mit dem Ausleihen sei es so eine Sache, mindestens ein halbes Jahr vorher müsse man die Tribüne bestellen - länger als die vereinbarte Leihzeit könne man sie nicht stehen lassen. Investiert haben die Freudenberger Theaterspieler 100 000 Euro inclusive Zelt. Einen Zuschuss gab es aus der Leader-Förderung. Auch die Junge Bühne, die Nachwuchsgruppe der Freudenberger, könne die Neuanschaffung nutzen. Künftig wird die Tribüne laut Altmann in der Hauptspielzeit stehen bleiben - "das ist von Johanni bis Jacobi", sagt er über die Zeit zwischen 24. Juni und 25. Juli.

"Alle waren begeistert"


Das Gras ist gemäht, die wohlverdiente Brotzeit der Helfer beendet. So langsam geht's an eine der letzten Proben, morgen ist ja schon Premiere. Doch Benno Schißlbauer und Norbert Altmann sind überzeugt, dass das Stück den Zuschauern gefallen wird - "letztes Jahr waren alle begeistert", sagt Altmann.

Ein Volksstück, bei dem die echte Liebe siegtDass er klassische Volksstücke mag, daraus macht Bauernbühnen-Spielleiter Benno Schißlbauer kein Hehl. Deshalb hat er 's Schwalberl ausgewählt. Wenn er von diesem Volksstück in drei Akten erzählt, gerät er ins Schwärmen. Durch Zufall habe er 's Schwalberl entdeckt - und sofort gewusst: Das passt zu seiner Bauernbühne und zum Haberl-Anwesen. Was ihm auch die Juroren für den "Larifari" bestätigten. Den begehrten Preis bekam die Bauernbühne vor wenigen Wochen für die Umsetzung des Stücks von Hans Neuert (Original von 1893). Thematisiert wird die große Liebe und die Gier der Menschen. "Die echte Liebe siegt aber - gottseidank", sagt der Regisseur der Freudenberger. "Das geht schon ein bisschen in Richtung Heimatroman", ergänzt Bauernbühnen-Vorsitzender Norbert Altmann. Auch die Lieder, die im Stück zu hören sein werden, finden beide ganz toll. "Das sind richtige Ohrwürmer", meint Schißlbauer. (san)


Musik & FingerfoodPremiere für die zweite Runde des Volksstücks "'s Schwalberl" ist morgen um 20.30 Uhr. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Die Zuschauer können am Kirchplatz parken, Einweiser lotsen sie dann zum Spielort. Vor der Aufführung sowie in den zwei Pausen bietet die Theaterküche Fingerfood an. Geben wird es zwischen den drei Akten Livemusik. Für 's Schwalberl haben außerdem Franz und Ingrid Gericke, besser bekannt als Blecherne Saitn, im Tonstudio die Lieder aufgenommen, die im Stück vorkommen - nach den Originalnoten von 1896. Die Musik wird eingespielt. Restkarten für die neun Aufführungen gibt es im Internet (www.freudenberger-bauernbuehne.de). (san)
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