Frisch renoviertes „Blechern Marterl“ erhält beim Pfarrfest von St. Ursula Pursruck Segen
Wo einst ein Mord geschah

Pfarrer Robert Kratzer (rechts) segnete das "Blechern Marterl". Bild: hfz
Vermischtes
Freudenberg
24.08.2016
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Frisch renoviert ist das "Blechern Marterl" bei Pursruck. Beim Pfarrfest von St. Ursula erhielt es den Segen.

Pursruck. Das runderneuerte Flurdenkmal steht am Blauberg nahe beim Blutweiher mitten im Wald. Dort zelebrierte Pfarrer Robert Kratzer den Festgottesdienst. Auf einer idyllischen Waldlichtung hatte man einen Altar aufgebaut und für diesen Anlass das Marterl geschmückt.

Blutweiher färbt sich rot


Peter Göbl mit der Trompete und seine Tochter mit der Querflöte gestalteten die Messe musikalisch. Pfarrer Kratzer erzählte, aus welchen Gründen dieses kleine Denkmal errichtet worden war.

Das Marterl zeugt von einem Mord im vorherigen Jahrhundert. Ein Mann aus Luhe soll durch den Bienstubenwald, auch Bistumer Steig genannt, von Pursruck nach Steiningloh gegangen und vom Liebhaber seiner Frau erschlagen worden sein. Den Knüppel warf der Mörder in einen kleinen Straßenweiher, der sich sofort rot färbte und seither Blutweiher genannt wird. So erzählt es eine Geschichte aus alten Zeiten.

Magischer Moment


Nach dieser Andacht marschierten alle zum Vereinsheim zurück oder nutzten den Fahr-Service, der eigens dafür eingerichtet worden war. Bei Kaffee, Kuchen und Bratwürstln schwärmten viele Besucher von dem wunderbaren und etwas anderen Gottesdienst im Wald, der einen innehalten habe lassen und manchem wie ein magischer Moment vorkam.
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