Heimat- und Kulturverein plant Änderungen beim Freudenberger Faschingszug
Maskenzug statt Massenspektakel

Vermischtes
Freudenberg
08.04.2016
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Das war eine Punktlandung. Binnen 45 Minuten hatte der Heimat- und Kulturverein seine Jahreshauptversammlung absolviert, so dass der offizielle Teil rechtzeitig zum Anstoß zur Champions-League-Partie beendet war. Dabei trafen die Mitglieder eine durchaus weitreichende Entscheidung.

Freudenberg. (gri) Einstimmig beschloss die Versammlung ein neues Konzept für den Freudenberger Faschingszug. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, sich von der Massenveranstaltung zu verabschieden. Stattdessen soll ein gemütliches Faschingstreiben organisiert werden, das in erster Linie die Einheimischen im Blick hat.

"Mehr Tradition, weniger Remmidemmi" - so ist der Plan für das nächste Jahr überschrieben. Er sieht vor, für den Umzug nur noch Fußgruppen zuzulassen und nicht mehr über die Bad- und Forsthausstraße zu ziehen. Um attraktiv zu bleiben, soll der Kreativität der Masken noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Blick hat der Verein ein lustiges Schaulaufen der Gruppen vor der Rampe des Lagerhauses, wo dann auch gleich die Maskenprämierung über die Bühne geht. Angedacht ist auch, Musikkapellen für den Maschkerer-Umzug zu gewinnen. "Wir geben die Organisation des Faschingszugs aber auch gerne ab", erklärte Babsi Grötsch. Sollte ein anderer Verein oder eine andere Gruppe das alte Konzept für besser halten oder eigene Ideen umsetzen wollen, sei der Heimat- und Kulturverein bereit, als Veranstalter zurückzutreten. "Wir bieten unseren Nachfolgern in diesem Fall jegliche Unterstützung an." Interessenten sollten sich bis spätestens November beim Vorstand melden.

Vorsitzender Uli Piehler blickte auf die Höhepunkte des vergangenen Vereinsjahres zurück mit Backofen- und Johannisbergfest als wichtigste Veranstaltungen. In bester Erinnerung sei die Exkursion nach Prag. Heuer bietet der Verein Ende August einen Ausflug zum Schönwerth-Märchenpfad in Sinzing an. Die Teilnehmer begeben sich dort auf die Spuren des Oberpfälzer Volkskundlers Franz-Xaver von Schönwerth, der einen starken Bezug zu Freudenberg hatte. Vor Allerheiligen ist in Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat Wutschdorf eine Sterbebilder-Ausstellung geplant. Und auch die Freundschaft zum Dorf- und Kulturverein Lintach soll weiter gepflegt werden - zum Beispiel beim Kathreintanz im Dotzlersaal.

Bereits in wenigen Wochen steigt im Wutschdorfer Kirchgassl wieder der Rauch auf. Die Vorbereitungen für das Backofenfest an Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 5. Mai) laufen.
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