In Lintach wird Pfingstlümmel durch den Ort gefahren
Neugierige gepikst

Auf einem geschmückten Wagen zogen junge Burschen den geheimnisvollen Pfingstlümmel (rechts) durch Lintach (von links): Florian Heil, Andreas Forster, Florian Forster, Christian Bressling, Bauer Lukas Heil und Daniel Messinger. Bild: jow
Vermischtes
Freudenberg
18.05.2016
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Lintach. "Pfingstlümml ogstorbm, bist heit Nacht im Bett dafrorn, wast eher aufgstandn, wast das a niad worn ..." - mit diesem Spruch zog die Pfingstlümmel-Truppe bei ihrer traditionellen Tour durch Lintach. Ein in der Oberpfalz selten gewordener Brauch wird in der Ortschaft seit mehr als 80 Jahren weiterhin aufrechterhalten.

Bei sehr kühlen Temperaturen und Regenschauern zogen die jungen Burschen, angeführt vom Bauern und begleitet vom Gespann vor dem geschmückten Leiterwagen, auf dem der geheimnisvolle Pfingstlümmel saß, durch das Dorf und baten mit ihrem Spruch um eine Gabe. Waren dies in früheren Zeiten noch "Oia und Schmolz", so geht es zwischenzeitlich mehr um eine finanzielle Zuwendung und Süßigkeiten.

Der Pfingstlümmel, der sich nach alter Väter Sitte in einem Sack versteckte, wehrte sich mit einem kleinen Spieß gegen allzu Neugierige, die ihm den Sack vom Kopf ziehen wollten, um zu sehen, wer denn darunter verborgen ist.

Den Abschluss bildete am Abend eine Brotzeit beim Bauern, wo die gesammelten "Oia im Schmolz" als "Oiablotz" (Rührei) zubereitet und mit den sonstigen gesammelten Naturalien verspeist wurden. Aus dem finanziellen Sammelerlös spenden die Jugendlichen einen Teil an die Pfarrei Lintach.
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