"Laufend helfende Legionäre" beim Tempel-Marathon in Etsdorf
Trotz Verkleidung kein Gag

Die Verkleidung ist Programm: Jutta Teichert und Christian Pietsch sind seit zwei Jahren als "Laufend helfende Legionäre" für den guten Zweck unterwegs. Bild: Steinbacher
Vermischtes
Freudenberg
05.10.2016
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Beim Tempelmarathon in Etsdorf machte ihnen Aristoteles Kakogeorgiou, der als griechischer Phalanx-Kämpfer erschien, die Aufmerksamkeit streitig. Sonst stehen seit zwei Jahren überall, wo sie antreten, die "Laufend helfenden Legionäre" im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Etsdorf. Hinter diesem Namen verbergen sich Jutta Teichert und Christian Pietsch aus Michelsneukirchen (Landkreis Cham), die als römische Legionäre gekleidet Lauf-Events mit dem Spendensammeln für krebskranke Kinder verbinden.

Frau Teichert, wie sind Sie auf die Idee für Ihre Aktion gekommen?

Jutta Teichert: Ultraläufer sind wir durch Dietmar Mücke geworden, der das Laufen auch mit dem Spenden verbindet und etwa für Uganda Geld gesammelt hat. Wir spenden für krebskranke Kinder, weil wir schon eine Betroffene in der Familie hatten. Und es gibt sehr viele kranke Kinder.

Und warum laufen Sie in Legionärskleidung?

Bei großen Läufen gibt es ja immer Leute, die daran verkleidet teilnehmen. Unser Outfit soll aber einen Wiedererkennungswert haben. Die Leute sollen sich daran erinnern. Das klappt auch gut. Für die Legionärskleidung haben wir uns entschieden, weil man sie im Sommer wie im Winter tragen kann und weil sie beim Laufen nicht stört. Wir waren davor auch schon mal bei einem Lauf in der Türkei, da ist Christian Pietsch als Miraculix angetreten, aber der lange Bart hat ihn da sehr behindert.

Wie oft waren Sie schon in Etsdorf dabei?

Heuer das dritte Mal.

Und Sie haben auf der Marathondistanz Ihren Sieg von 2014 wiederholt.

Ich habe sogar schon zum dritten Mal gewonnen, aber das ist bei den Frauen nicht so schwer, weil da relativ wenige die lange Strecke laufen.

Was ist denn für Sie als Läuferin, die schon viele Wettbewerbe gesehen hat, das Besondere am Tempelmarathon?

Er ist nicht so groß und hat deshalb einen sehr schönen familiären Charakter. Von der Strecke her ist er gar nicht so einfach zu laufen, aber das Publikum ist supernett und die Stimmung toll. Heuer haben wir von den Etsdorfern sogar eine Sonderehrung bekommen, einen Pokal, das ist uns noch nie passiert.

Gab es auch Spenden?

Das hat uns ja so wahnsinnig gefreut: Wir fragen immer bei den Veranstaltern an, ob sie uns das Startgeld erlassen, und zahlen das Geld dann auf ein Sonderkonto für die krebskranken Kinder ein. Im Etsdorfer Fall hat uns Wilhelm Koch angeschrieben, ob wir wieder starten, und hat uns nicht nur zugesichert, dass wir die Startgebühren zurückbekommen, sondern will mit den Etsdorfern auch schauen, ob sie uns nicht eine Spende zukommen lassen können. Ich bin deshalb am Montag sogar gelaufen, obwohl ich nicht ganz fit war.

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Spendenkonto: Iban DE85 7506 9038 0200 2093 68, Bic GENODEF1FKS, Verwendungszweck: Die laufend helfenden Legionäre

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www.laufend-helfende-legionaere.de/ www.tempel-marathon.de/ergebnisliste-2016/
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