Patrozinium in Wutschdorf
Zeigefinger Gottes sein

Der Kinderchor Do-Re-Mi unter der Leitung von Angelika Hirn und die Musikgruppe sorgten für einen erfrischenden Gesang während der Messe.
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Freudenberg
27.06.2016
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Mit einem Festgottesdienst feierte die Pfarrei Wutschdorf am Namenstag des Hl. Johannes des Täufers ihr Patroziniumsfest hoch auf dem Johannisberg.

Viele Gläubige und die Schüler mit ihren Lehrkräften der Grund- und Mittelschule Freudenberg, die auf diesen Tag ihren Wandertag legte, versammelten sich vor dem Freialtar. Ortspfarrer Norbert Götz freute sich, "dass am Freudenberger Nationalfeiertag", wie er sagte, "Hauptzelebrant und Festprediger Pfarrer Josef Irlbacher aus Schnaittenbach, Pfarrer Robert Kratzer aus Lintach, Ruhestandspriester Hans Hammer und Pfarrer Stephen Annan aus Großschönbrunn mit uns zusammen die Eucharistie feiern." In seiner Begrüßung nahm Pfarrer Irlbacher Bezug auf den Namen Johannes, der "Gott ist gnädig" bedeute. "Denn das Wetter meint es heute mit uns gnädig."

Aufmerksam machen


Zu Beginn seiner Predigt erinnerte Pfarrer Irlbacher an die Besonderheit der Holzfigur Pinocchio, dem nach einer Lüge die Nase lang wurde. "Bei Johannes dem Täufer wurde jedoch sein Zeigefinger übermäßig groß gezeichnet. Damit mahnt er zur Ehrfurcht vor dem Retter Gottes." Johannes habe seinen überlangen Zeigefinger in die Wunde eines falschen und verlogenen Lebens gelegt. "Er rief seine Zeitgenossen auf: Kehrt um!" Auch uns mache der lange Zeigefinger von Johannes aufmerksam auf das, was in unserem Leben falsch laufe, und aufmerksam für Jesus, der von Gott wirklich die Rettung und das Heil bringen könne, betonte der Prediger.

Heute zähle eher das Große, das Mächtige. Johannes zeige uns aber einen ganz anderen Weg auf, fuhr der Geistliche fort. "Er sagt von sich: Ich bin so klein gegenüber Gott, ich bin nicht einmal wert, ihm die Schuhe zu schnüren." Jeder Christ solle ein riesiger Zeigefinger Gottes sein, meinte der Pfarrer. "Der in der Welt von heute darauf hinweist, wo etwas faul in unserer Gesellschaft ist, und die gottvergessenen Menschen aufmerksam macht: Seht, da ist der, der euch wirklich Hilfe bringt." Das sei eine schwere und komplizierte Aufgabe. Dazu brauche man Mut. "Ich darf mich aber vertrauensvoll an Gott wenden, denn Gott ist meine Stärke", ermunterte Pfarrer Irlbacher die Gläubigen.

Erfrischend und wohltuend war der Gesang der Gottesdienstbesucher, der von der Musikgruppe und dem Kinderchor Do-Re-Mi unter der Leitung von Chorleiterin Angelika Hirn unterstützt wurde. Ortspfarrer Norbert Götz dankte am Schluss des Gottesdienstes Pfarrer Irlbacher für die Predigt und lud die Besucher zum Bleiben ein. Dieser Bitte kamen die Bergfestbesucher gerne nach.

Man ließ sich nach der seelischen zur leiblichen Stärkung bei herrlichem Wetter unter den mächtigen Buchen nieder, die kühlen Schatten spendeten. Man traf sich mit alten Freunden und Bekannten. Und so wurde dieser Festtag ein Tag der Begegnung und des Gesprächs.
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