Paulsdorfer gedenken bei Gottesdienst ihrer Gefallenen
Verstand einschalten

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Freudenberg
15.11.2016
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Paulsdorf. Ihrer Gefallenen gedachte die Pfarrei Paulsdorf am Volkstrauertag. In einen Gottesdienst ging Studiendirektor Stefan Hirblinger auf das Evangelium ein, in dem es um Kriege und Unruhen ging.

Das Gedenken lasse sich leicht verbinden mit dem Aufruf aus dem Evangelium, in dem es heißt: "Gebt Acht, dass euch niemand irreführt." Denn schon zur damaligen Zeit seien viele unter Jesu Namen als Heilsbringer und Messias aufgetreten und hätten die Menschen betrügen wollen. "Lauft ihnen nicht nach", habe Jesus damals gemahnt.

Auch in der heutigen Zeit laufen viele Menschen Idolen nach, "die letztlich doch nur leere Versprechungen machen und die Menschen am Ende ins Chaos führen". Deshalb mahnte Hirblinger in seiner Predigt: "Gedenken an die Kriege heißt, den Verstand einzuschalten, kritisch zu hinterfragen und den Anfängen zu wehren." Nur wer standhaft bleibe, nicht immer von anderen das Leben und das Heil erwarte, wer aufmerksam und kritisch die Geschichte verfolge, wer den Anfängen wehre, werde das Leben gewinnen. Das wäre die Rettung vor den beiden Weltkriegen ebenso gewesen wie vor den zahlreichen Konflikten heute.

Eine Gedenkfeier am Ehrenmal schloss sich an. Der Vorsitzende des Krieger- und Soldatenvereins Hiltersdorf, Albert Felbinger, erinnerte in seiner Ansprache an die Opfer, denen durch Krieg und Gewaltherrschaft das Leben genommen wurde. "Trauer, Verlust, Niederlage, Schuld und Verantwortung sind die Begriffe, die das öffentliche Gedenken bestimmen. Aber auch die Hoffnung, dass die Menschen aus der Geschichte lernen, damit sie sich nicht wiederholt", sagte er. Mit zunehmendem Abstand zum Zweiten Weltkrieg schwinde auch die unmittelbare Erinnerung daran. Die Gedenkarbeit falle in die Hände der Nachgeborenen, Zeitzeugen gebe es immer weniger. Das sei eine große Verantwortung. Die musikalische Gestaltung der Gedenkfeier übernahm die Familie Schanderl.
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