Pfingslümmelfahren in Aschach
Neugierde wird mit dem Kochlöffel bestraft

Vermischtes
Freudenberg
19.05.2016
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Aschach. Auch heuer fuhr der Pfingstlümmelwagen mit seinem Vierergespann durch das Dorf. Der alte und selten gewordene Oberpfälzer Brauch war im vergangenen Jahr in Aschach wieder zum Leben erweckt worden. Er geht auf vorchristliche Zeiten zurück und war ursprünglich ein Ritual, bei dem die Befruchtung der Erde nach dem Winter gefeiert wurde. Der Zug wurde angeführt von den zwei Bauern, den Organisatoren Felix Schäffer und Jonas Weiß, und begleitet von den "Oia- und Schmolzkörbelträgern". Wehe, es wollte jemand wissen, wer der Pfingstlümmel war, der in dem Sack steckte, der bekam dessen Kochlöffel zu spüren. An jeder Haustüre sagten die Akteure ihren Spruch: "Pfingstlümmel, o'gstorm bist heit Nacht im Bett dafroan, wars'd öiha aafgstandn, wars'd as niad woan. Da Bauer hod drei Knecht. Da oine is da Pater Langsam, geit am Bon und kiat's Droi zam. Da ander is da Kochlöffelstiel, wo man hi schickt frister und safter recht fül. Da dritte is da Mistgrall, geit in Stoll und putzt sein Gaal. Baire gebt's uns koa rode Kua, denn wia ham koan Stoll dazua. Gebt's uns liaba Oia und a Schmolz. Im Namen des Fuchses, des Hases und dem ... (der Name der besuchten Familie) mid seina longa Bortnosen." Die Mädchen und Jungen hatten viel Freude an dem Brauch. Am Ende landeten die gesammelten Eier, eine Zwischenzählung ergab 58 Stück, in der Pfanne und wurden vertilgt. Geldspenden wollen die Teilnehmer für kirchliche Zwecke spenden. Bild: sche

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