Sehr positive Bilanz nach Open Air
Friedliches Bergvolk

Martina Schißlbauer.
Vermischtes
Freudenberg
01.08.2016
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An dem Hang, an dem normalerweise die Schafe der Familie Schißlbauer weiden, machten es sich am Freitagabend zahlreiche Besucher beim Open Air gemütlich. Die dunkle Wolke, die die Sonne verdeckte, und der darüber schwebende Heißluftballon verwandelten diese Momentaufnahme in ein wahres Postkarten-Idyll. Bilder: Sandig (2)

Perfektes Wetter beschwerte dem Open Air am Freitag in Freudenberg einen großen Zuspruch. Rund 2800 Leute waren dem Ruf des Berges gefolgt und kamen zur Schmie-Alm der Familie Schißlbauer. Und selbst für Polizei und Rettungskräfte war es ein angenehmer Einsatz in einer lauen Sommernacht.

Martina und Benno Schißlbauer sind das Wagnis eingegangen (auf den Sommer ist schließlich nicht immer Verlass) und haben das legendäre Open Air wieder aufleben lassen. Allerdings nicht wie vor Jahren am Skilift-Gelände, sondern an einem Hang des Johannisberges neben ihrer Schmie-Alm, wo sonst die Schafherde friedlich grast. Nicht nur das Ehepaar ist mit dem Verlauf zufrieden, Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst sind es ebenso.

Angenehmer Einsatz


"Alles war total ruhig und friedlich", bilanzierte ein Beamter der Polizeiinspektion Amberg am Sonntagnachmittag das Open Air vom Freitag. Er selbst war bei der Veranstaltung vor Ort. "Es war ein sehr angenehmer Einsatz", erklärte er auf Nachfrage. "Es war keinerlei polizeiliches Einschreiten notwendig." Die Anzahl derjenigen, die zum Open Air "Der Berg ruft" zur Schmie-Alm in Freudenberg gekommen waren, gab der Polizist mit rund 2800 an. Auch nach dem Ende der Veranstaltung, mit dem nach einer mehrjährigen Pause das legendäre Freudenberger Open Air am Ski-Lift wieder auflebte (eben nur an anderer Stelle), gab es keinerlei Probleme. Seitens der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf waren nach Angaben ihres Kommandanten Armin Daubenmerkl rund 25 Leute eingebunden. Bereits ab 15 Uhr kümmerten sich die Aktiven um die Absperrungen, später wiesen sie Autofahrer in die Parkplätze ein. Gehbehinderte nahm die Feuerwehr mit hoch auf den Berg. Ihre First Responder unterstützen die Johanniter beim Sanitätsdienst. Doch bis auf "Pflaster kleben" gab es kaum Versorgungen. Dies bestätigte Andreas Kramer von den Johannitern. "Es war sehr positiv", bilanzierte er. "Es war ein sehr diszipliniertes Publikum."

Kramer sprach von Bagatell-Verletzungen: Schnitt- und Schürfwunden, Insektenstiche. Eine Person sei vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden. Neben acht Einsatzkräften der Johanniter waren zwei Notärzte sowie die Bergwacht auf der Schmie-Alm während des Open Airs stationiert.

Drei FragenSehr zufrieden mit der Neuauflage

Freudenberg. (san) Zusammen mit ihrem Mann Benno hat Schmie-Alm-Wirtin Martina Schißlbauer das legendäre Freudenberger Open Air wieder aufleben lassen - allerdings nicht mehr beim Skilift, sondern auf dem Gelände, auf dem sonst ihre Schafe weiden.

Knapp 3000 Besucher folgten dem Ruf des Berges - sind Sie zufrieden mit der Resonanz?

Martina Schißlbauer: Ja, sehr zufrieden sogar. Für eine Wiederauflage des Open Airs war der Zuspruch sehr positiv. Ich bin vor allem zufrieden und froh, dass nichts passiert ist - das war mir wichtig.

Was war Ihr persönlich schönster Open-Air-Moment?

Als die Sonne so langsam unterging und ich mit meinem Mann ganz oben am Berg stand. Die Sonne war hinter den Wolken, der Himmel rötlich gefärbt, ein Heißluftballon am Himmel: Das war eine traumhafte Kulisse. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, die Leute waren zufrieden, schunkelten und lachten. Da hat sich bei mir das Gefühl eingestellt: "Ja, wir haben es geschafft."

Wird's eine Neuauflage von "Der Berg ruft" geben oder nicht?

Das kann ich im Moment noch gar nicht sagen. Es sind ja auch enorme Ausgaben. Wir müssen erst mal schauen, wie es ausgeht. Selbst wenn wir es wieder machen würden, mit Sicherheit würde es nicht jedes Jahr ein Open Air geben.
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