Stefan Hirblinger seit 20 Jahren in Paulsdorf
Priester statt Lokführer

Über das 30-jährige Priesterjubiläum von Studiendirektor Stefan Hirblinger (vorne Mitte) und dessen 20-jähriges Wirken in Paulsdorf freuten sich Vertreter von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat mit Sprecherin Waltraud Singer (vorne links). Bild: hfz
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Freudenberg
29.10.2016
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Die Pfarrei Paulsdorf hatte allen Grund zum Feiern. Sie dankte ihrem "geistlichen" Studiendirektor Stefan Hirblinger für seine 20-jährige Treue zur Pfarrei Paulsdorf. Und freute sich über sein 30-jähriges priesterliches Wirken.

Paulsdorf. Hirblinger feierte einen Gottesdienst zum Weltmissionssonntag. Mission habe noch immer einen negativen Beigeschmack aus früherer Zeit. "Wir sollen nicht unseren Glauben den anderen überstülpen, so wie es früher oft war, sondern wir sollen selbst als Gestärkte aus dem Gottesdienst gehen", sagte er und stellte das Evangelium vom Pharisäer und vom Zöllner in den Mittelpunkt seiner Predigt. Hirblinger möchte sich nicht als der "große Pharisäer" sehen, der vorne steht und abgehoben von der Gemeinde ist.

Den Dienst als Priester sieht er als Dienst am Nächsten. Auch als Priester sehe er sich als ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Somit bilde die gläubige Gemeinde eine Einheit, "die im Glauben zusammensteht". Beim Sektempfang im Pfarrheim dankte Pfarrgemeinderats-Sprecherin Waltraud Singer ihm für seinen Entschluss, Priester zu werden - obwohl seine eigentliche große Leidenschaft die Eisenbahn war. Sein größter Wunsch sei es gewesen, Lokführer zu werden. Trotzdem habe er sich für den Dienst als Priester entschieden. Singer verglich sein Wirken mit einem Portemonnaie: "Was wäre die Geldbörse ohne Geld? Was wäre die Pfarrei ohne Hirblinger?"

Die Pfarrgemeinde sei die Börse, in der ein paar Münzen oder Scheine steckten. Die Hülle des Geldbeutels sei eine Einheit. Durch die guten Predigten würde die Börse mit weiteren Münzen gefüllt. "Oft fallen auch die Worte in uns hinein, die wie fremde Münzen klingen und noch unbekannt sind", sagte sie. So werde aus vielen kleinen und verschiedenen Münzen beim Austausch ein großer Schein, "eine Gemeinschaft, an der wir alle teilhaben". Hirblingers erste Amtshandlung in Paulsdorf war die Taufe von Michaela. Sie überreichte ihm im Namen der Pfarrei ein Präsent. Über das Geschenk der Ministranten, eine gebackene Eisenbahn, freute sich Stefan Hirblinger ganz besonders.
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