Volkstrauertag
Versöhnung ist machbar

Vermischtes
Freudenberg
11.11.2016
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Aschach. "Der Blick in die Geschichte und auch in die jüngste Vergangenheit zeigt, dass Friede, Freiheit und Mitmenschlichkeit keine Selbstverständlichkeit sind. Diese Werte müssen errungen und bewahrt werden. Der Volkstrauertag ist darum ein Tag der Erinnerung, ein Tag des Innehaltens und der Mahnung." Worte, die Bürgermeister Alwin Märkl an die zahlreich versammelten Bürger bei einer Feierstunde am Ehrenmal in Aschach richtete. Vorausgegangen war ein Gottesdienst, bei dem Pfarrer Eduard Kroher an die schrecklichen Folgen beider Weltkriege erinnerte.

"Krieg und Gewaltherrschaft sind menschenverachtend, sie bringen Leid und Zerstörung, hinterlassen Schmerzen und Wunden, die allenfalls oberflächlich heilen", sagte der Bürgermeister. Kaum jemand scheine zu wissen, wie man Krisen begegnen oder sie gar lösen könne. 1945 seien die Vereinten Nationen gegründet worden mit Ziel, "künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren". Diesen hohen Anspruch habe die Weltgemeinschaft nicht zu erfüllen vermocht. Frieden zu stiften und zu erhalten seien oft mühsam und langwierig, aber machbar, Hass und Gewalt könnten eingedämmt werden. "Versöhnung kann stattfinden, auch über den Gräbern - Europa hat es gezeigt", sagte Märkl. Zum Gedenken an die Kriegsopfer aus der ehemaligen Gemeinde Aschach stellte er eine Blumenschale am Denkmal ab. Dies taten auch der Burschenverein unter Einbeziehung der Feuerwehren Aschach und Immenstetten und des Krieger- und Soldatenvereins Raigering. Zum Lied vom guten Kameraden senkten sich die Fahnen der Vereine.
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