Das Gute liegt so nah

Sichtlich zufrieden genossen die Friedenfelser Senioren den Aufenthalt beim Waldhaus und natürlich die gute Luft im Steinwald. Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
24.08.2016
70
0

Großer Andrang am Mehrzweckplatz in Friedenfels. Denn es war abzusehen, dass die Sitzplätze im Omnibus nicht ausreichen würden. Ziel der Seniorenvereinigung Friedenfels war das Waldhaus im Steinwald - getreu dem Motto: Das Gute liegt so nah.

Die Seniorenvereinigung hatte einen Bus bestellt, um zum Bunten Nachmittag beim Waldhaus zu fahren. Das aufwendig renovierte Waldhaus auf einer Wiese inmitten des Steinwaldes auf 808 Meter Höhe ist eigentlich nur zu Fuß zu erreichen. Ausnahmsweise hatte die Seniorenvereinigung eine Genehmigung erhalten, mit einem Bus direkt dorthin zu gelangen. So konnten auch Ältere und Gehbehinderte teilnehmen. 63 Mitfahrer wies die Teilnehmerliste aus.

Am Wildgehege, in Sichtweite des früheren Forsthauses, das 1997 als Kulisse für das Drama um den Hund "Krambambuli" mit Christine Neubauer, Tobias Moretti und Gabriel Barylli in den Hauptrollen diente, verließen die Ausflügler den Bus. Die großen Sonnenschirme im mit Großkopf-Granitpflaster befestigten Hof vor dem historischen Backofen und der früheren Filmkulisse luden bei herrlichem Sommerwetter ein, sich sofort gemütlich niederzulassen. Das ist nicht selbstverständlich in dieser kühlsten Zone des Steinwaldes. Die Wirtsstube im Innern blieb an diesem Tag leer. Dafür war der traumhaft gelegene Biergarten neben großen Ahornbäumen so gut gefüllt wie schon lange nicht mehr. Zu den Friedenfelsern gestellten sich Wanderer und Radfahrer, die einkehrten. Erwin Bächer, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung, der für die Organisation mit viel Beifall bedacht wurde, gratulierte den Geburtstagsjubilaren im August. Bächer informierte, dass der erste Waldhaus-Bau im Jahr 1831 als Forstdienststelle errichtet wurde. 1898 nahm das Gebäude die heutige Gestalt an. Das richtig schmucke Äußere mit rotem Dach, sehr gediegenen Eichen-Türen und -Fenstern, hellen Granittreppen verlieh man dem Gebäude 2013. Wanderwege führen in alle Richtungen, wusste Bächer. Saubadfelsen und Reiseneggerfelsen seien nur wenige Minuten entfernt.

Die Gäste waren bei den Wirten in besten Händen, die leckeren Kuchen bald ausverkauft. Die warmen Gerichte fanden allseits Lob. Emmeram Trottmann bemängelte nur, dass Schnupftabak im Angebot fehlte.

Besuch in Infostelle


Ein Gang ins Obergeschoss zur Infostelle durfte nicht fehlen. Wer den stattlichen Hirschen im nahe gelegenen Wildgehege nicht an den Zaun locken konnte, wurde mit dem Vorgänger, einem ungeraden 14-Ender in der äußerst ansprechend gestalteten Info-Stelle des Naturparks im Dachgeschoss entschädigt. Stolz blickt er in Lebensgröße aus der Lichtung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.