Tagestour durch frühlingshafte Fluren
Auf Schusters Rappen durch Frühlings-Flur

Besinnung war angesagt bei der Gedenkminute an der Gedächtniskapelle in Schönfeld. Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
23.05.2016
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(roh) Wandern verleiht Flügel, heißt es so schön. Das war zwar bei der Tageswanderung des Fichtelgebirgsvereins Friedenfels nicht der Fall, denn jeder Schritt kostete Energie, auch im Wonnemonat Mai. Doch am Ende stand ein Erlebnis mit vielfältigen Eindrücken sowohl in der erwachenden Natur als auch beim Zoiglwirt.

Bei aufgelockerter Bewölkung nahmen die Wanderer die Tagestour im zentralen Stiftland in Angriff. "Wenn es nur nicht regnet", hieß es, "dann sind wir zufrieden." Der Gemeindebus mit Tanja Tretter am Steuer brachte die Ausflügler nach Wiesau. Zwei ortskundige Wanderführer, Ambros König und Helmut Stauber bildeten die Spitze und vermittelten interessante Einblicke und intensive Heimatkunde.

Auf dem Kreuzberg


Ab dem Marktplatz stand der Aufstieg zur kunstvoll ausgestatteten Kreuzbergkirche an, dort widmete man sich nicht nur ausführlich der grandiosen künstlerischen Ausstattung, sondern auch dem Herrgott, mit der Bitte, "begleite uns auf allen Wanderwegen." Auf dieser höchsten Erhebung, dem Kreuzberg, rundete die schöne Aussicht das Erlebnis ab.

Ein längerer "Abstieg" folgte. Als die "Wiesau", die von der Plattenmühle herunter kommt, überquert war, führte der Weg bei der Hechtmühle nach rechts. Auffallend große Lastwagen kündigten den alten Wiesauer Steinbruch an. König schilderte die Geschichte des Basaltwerkes. Entwicklung, Standorte der Brecher, Abtransport des Gesteins und beschrieb den Fortschritt bis heute, wo in den verbliebenen Gruben Bauschutt eingebracht wird. Hier sei einmal eine Umgehung geplant gewesen, eröffnete der Sprecher den Zuhörern. Die Trasse sei aber nie verwirklicht worden. An der, mit gepflegten Natursteinen verkleideten, Gedächtniskapelle in Schönfeld hielt man zur einer Gedenkminute inne. Es folgte ein langer Sandweg, gesäumt von frühlingshaftem Grün. Das wertvolle, von Naturschützern gerettete, Oberteicher Moor blieb links liegen und die Wanderer verließen den lichten Mischwald beim Atommüllager im Süden von Mitterteich. Stadteinwärts bot sich der Radweg an. Nicht vergessen wurde eine Erkundungstour durch den Kreislehrgarten. Schließlich erreichte die Gruppe den im Umbau begriffenen Marktplatz von Mitterteich. Die fröhliche Einkehr beim Zoiglwirt folgte sogleich. In Zoigllaune verließen die Fichtelgebirgler die Stadt nach einer ausführlichen Einkehr. Mehr als zwei Stunden Rückweg bis Wiesau lagen noch vor ihnen. Nach etwa 20 Kilometern zu Fuß und vielen neuen Eindrücken aus der heimatlichen Umgebung spürten alle den positiven Effekt auf Körper, Geist und Seele im beheizten Linienbus auf der Heimfahrt.
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