Wanderlust und Bierdurst

Sonne und Kraft tanken am Rastplatz. Rund 5000 Naturliebhaber sorgten für einen Rekord beim Bierwandertag. Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
12.09.2016
243
0
 
Jung und Alt waren am Sonntag auf den Beinen. Freilich nutzte so mancher Sprössling gerne auch den Transport auf starken Schultern. Bild: roh

Rekordbeteiligung beim Bierwandertag? Ganz sicher! Zu diesem wenig überraschenden Ergebnis kommen die Veranstalter angesichts der "Prozession", die sich am Sonntag durch die spätsommerliche Friedenfelser Flur bewegte.

Dieses Mal wollten noch mehr Wanderlustige als in den Vorjahren dabei sein und Spaß haben. Der Erfolg hat mehrere Säulen: gutes Image, beste Organisation, ansprechendes Musikprogramm, süffiges Bier und natürlich traumhaftes Wetter. Der 32. Bierwandertag wurde zu einem überwältigenden Erlebnis und ließ Teilnehmer und Veranstalter strahlen.

Die Frühaufsteher genossen die Frische unter einem wolkenlosen Himmel. Die den Weg begleitenden Wiesen waren satt grün. Im Hainbachtal säumten noch voll belaubte Erlen den Weg. Die Sonne stieg aber schnell höher und ließ die Temperaturen auf sommerliche Werte bis 25 Grad ansteigen. Beste Voraussetzungen für den 32. Bierwandertag. Etwa 5000 Naturliebhaber, Wanderer und Spaziergänger wollten sich dieses Vergnügen nicht entgehen lassen. Der einzig noch verbliebene große Wandertag in der Region hat inzwischen durch das illustre Teilnehmerfeld Kult-Status erlangt. Treue Gäste verhalfen ihm von Jahr zu Jahr zur Renaissance. Scharenweise machten sich die Wanderer am Sonntag mit Kind und Hund auf den Weg, um den langen "Aufstieg" nach Muckenthal zu "bezwingen". Die Schlange schien nicht enden zu wollen. Erst am Rastplatz wurde der Vorwärtsdrang durch Friedenfelser Getränkespezialitäten gebremst. Dort staute sich eine riesige Menschenmenge. Und sie war nicht zu übersehen - die Lust am Leben. Das Friedenfelser Bier war gefragt. Das Rote Kreuz und das Jugend-Rot-Kreuz, die am Wochenende Tag und Nacht vor Ort waren, um Sanitätsdienst zu leisten, reichten auf der Wanderstrecke bei der Schießanlage heiße Suppe. Nicht nur am wildromantischen Waldrand im Hainbachtal, im langen Waldabschnitt von der Grenzbrücke hinauf zum Muckenthaler Berg, vorbei am Heidweiher, übers Birkenwäldchen, durch die Rote Lohe zeigte sich die frühherbstliche Natur von ihrer schönsten Seite. Entgegen des Uhrzeigersinns führte die Wanderroute die Gäste rund um Friedenfels.

Leckere Wildschweine


Die Blaskapelle Thanhausen durfte am Sonntagvormittag vor einer stattlichen Kulisse spielen. Gegen Mittag waren das Festzelt und die Garnituren davor im eilig erweiterten Biergarten schon unglaublich gut mit rückkehrenden Wanderern und Geselligkeit liebenden Menschen gefüllt. Tausende wollten den vorbereiteten reichhaltigen Mittagstisch genießen. Von zwei Wildschweinen steckten gegen 12 Uhr nur noch Reste am Spieß. Wie in den 31 Jahren davor gab es für die Wanderer für den abgestempelten Wanderpass einen Glaskrug, dieses Mal mit dem Motiv "500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot. Übrigens: Mehr als 150 Kinder nutzten das Kinderprogramm.

Drei Tage beste StimmungDas Herbstfest war wieder einmal das Großereignis des zu Ende gehenden Sommers in Friedenfels. Der Besucheransturm war enorm, nicht nur am Sonntag, sondern auch am Samstag. Zugeparkte Straßen von Wiesau kommend ab Ortseingang bis zum anderen Ende nach Thumsenreuth - da blieb nichts frei. Die Schloßbrauerei und die Helfer aus den örtlichen Vereinen freuten sich über die vielen Genießer in Feierlaune. Auf den turbulenten Auftakt am Freitag mit der Band "Notausstieg" (wir berichteten bereits) folgte ein für September extrem lauschiger Samstagabend: Schon die Menschentraube und die besetzten Tische vor dem Zelt ließen auf eine tolle Party schließen. Im Festzelt blieb kein Platz frei, als die bayerische Showband "Saxndi" für prächtige Stimmung sorgte. Sie versammelte eine bunt gemischte Fangemeinde. Das Motto: Zünftig feiern mit vielen Evergreens. Auch am Sonntagabend durfte sich die Schloßbrauerei noch über ausgezeichneten Besuch freuen. Nach der Blaskapelle Thanhausen verstand es am Abend der "Oberpfälzer Buam Express", die Stimmung "boarisch, fetzig, guad" zu beflügeln. (roh)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.