Der ganz normale Unsinn

Christina Baumer. Bild: privat
Kultur
Friedenfels
08.05.2016
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Ein Zwilling muss nicht immer ausschließlich doppelt sein. Warum das so ist, erlebt das Publikum bei der Premiere des neuen Kabaretts mit Chris & Tina Baumer in der "Schlossschänke" Friedenfels.

"Is(s)t alles Wurscht?" Um diese Frage zu klären, kriegen sich Chris & Tina ständig in die Haare. Die beiden liebenswert-skurrilen Zwillingsschwestern könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Chris als Schauspielerin ständig bemüht ist, den Klischees der sogenannten High Society zu genügen und deshalb unter anderem nur noch vegan is(s)t, geht die waschechte Oberpfälzerin Tina mit dem urbayerischen "Wurscht"-Gefühl selbstbewusst durchs Leben. Zur Klärung der Frage, wer den wahrlich richtigen Lebensstil führt, halten sich Chris & Tina nicht nur selbst den Spiegel des ganz alltäglich-menschlichen Wahn- und Unsinns vor. Auch das Publikum wird - nicht ganz ernsthaft - einbezogen ins Bühnengeschehen. Sobald die Zwillingsschwestern ablästern über sich und "Gott und die Welt", blättert die heile Fassade des menschlichen Perfektionismus ab und lässt den Blick frei auf die immer irrsinniger werdenden Anforderungen einer überdrehten Gesellschaft. Neumodische Großstadt-Erscheinungen wie veganes Essen, Minimalismus und Spiritualität stehen dem einfachen Leben auf dem Land gegenüber. Wer aber hat jetzt recht und wie lebt es sich wirklich richtig?

Wer darüber nachsinnen möchte, ist im neuen Kabarett "Is(s)t alles Wurscht?" der Schauspielerin Christina Baumer genau richtig. Mit dem Stück "Die Kellnerin Anni" tourte Baumer einige Jahre durch bayerische Wirtshäuser. Ihre ersten Erfahrungen auf bayerischen Kleinkunstbühnen hat sie nachhaltig geprägt. Bald stand ihr Entschluss fest, neben einer Karriere bei Film und Fernsehen (jüngste Dreharbeiten für die ARD-Serie in München 7 mit Christine Neubauer, für den ZDF-Spielfilm "Was im Leben zählt" und für die ZDF-Serie Aktenzeichen XY) als Komödiantin weiter in bayerischen Wirtshäusern die Kleinkunst zu pflegen. Nun hat Christina Baumer unter Regie von Stefan Hornung aus München (Co-Regie beim ZDF-Fernsehfilm 2030 - Aufstand der Alten, Producer bei der Sentana Filmproduktion von Michael Verhoeven und Senta Berger, Regie beim Komödienstadl "A Mordsgschicht") ein neues Kabarett einstudiert.

Unterstützung dafür fand sie von Anfang an bei Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg. Schon beim Stück "Die Kellerin Anni" hat der Friedenfelser Baron die in Wiesau aufgewachsene Schauspielerin als Produzent gesponsert und er ist auch wieder beim neuen Kabarett "Is(s)t alles Wurscht?" im Hintergrund maßgeblich an der Produktion beteiligt. "Die Kellerin Anni" wurde ein großer Erfolg und ebnete Christina Baumer von Friedenfels aus die Wege in die Münchener Schauspielszene. Grund genug also, mit dem neuen Stück wieder in der Steinwaldgemeinde zu starten.

Premiere ist am 25. Mai um 20 Uhr in der "Schlossschänke" Friedenfels. Eine weitere Vorstellung gibt es am 26. Mai, ebenfalls um 20 Uhr in Friedenfels. Kartenreservierungen sind ab sofort per Telefon 09683/9144 möglich. Ticketpreis zwölf Euro.

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Weitere Informationen:

www.christina-baumer.de
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