Hans Günther Lauth stellt sein Buch "Selbstlauthe" vor
Ironisch, aber warmherzig

Begeistert von den Gschichtln lauschten die Zuhörer Autor Hans Günther Lauth (rechts). Mit im Bild die Musikanten Martin Betz und Toni Schmaus (links). Bild: roh
Kultur
Friedenfels
06.10.2016
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Pointiert, ironisch, aber mit viel Wärme und Herzblut erzählt Hans Günther Lauth Alltagsgeschichten, stets mit wahrem Hintergrund. Er lenkt den Blick des Lesers aber auch auf gesellschaftliche Entwicklungen, die zu hinterfragen sich lohnt. Geschickt macht das Lauth in seinem neuen Werk "Selbstlauthe". Der Hobbydichter, Fotograf und Schriftsteller aus Wiesau stellte in Friedenfels im mehr als 180 Jahre alten historischen Gasthof "Grüner Kranz" sein neues Buch "Selbstlauthe" vor - verbunden mit einer Lesung und Musik. Hocherfreut begrüßten er und die Wirte Sylvia und Dieter Schraml das Publikum.

Auch Tod und Alter


Lauths brillante Fotografien und seine experimentelle "Lichtmalerei" (Verfremdung als Stilmittel) ergänzen die Geschichten perfekt. Bereits der Einband ist sehenswert. Hans Günther Lauth hatte den Abend nach verschiedenen Themen gegliedert. Da ging es um Heimat, Zeitfragen, aber auch um Alter, Tod, Vergängliches. Nachdenkliches zählte ebenso zum Programm wie Heiteres. 52 lesenswerte Geschichten und Gedichte hat er niedergeschrieben und auch die Erklärung, warum er sich, Lauth, nicht als mitlauth und schon gar nicht als umlauth sieht. Hans Günther Lauth stellt mit seinen Texten und Fotografien die eigenständige Sichtweise eines Oberpfälzers selbstbewusst dar. Er wurde in Falkenstein (Landkreis Cham) geboren und arbeitete nach beruflichen Zwischenstationen in Regensburg, München, Fürth und Aschaffenburg zuletzt 32 Jahre als Berufsschullehrer in Wiesau. Heute ist Lauth als Autor und Fotograf tätig und gründete 2015 außerdem die Autorenvereinigung "Grenzlandschreiber" (wir berichteten). Einen nicht unbedeutenden Teil zum Gelingen der Buchpräsentation trugen die beiden Musikanten Martin Betz (Fuchsmühl) und Toni Schmaus (Poppenreuth) bei. Gesang und heimatliche Instrumentalmusik bereicherten den Abend. Leider ist es an dieser Stelle nicht möglich, einen größeren Überblick über die herrlichen, intelligenten Wortschöpfungen und nachdenklichen Gedichte zu geben. Der Rat: Das Buch aufschlagen, lesen und genießen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen der "Faschingsball anno dazumal", "ein Hund Namens Bommel". Zum Schmunzeln regt die Geschichte die "verflixten Fremdwörter" an. Das Publikum schätzte die Atmosphäre, war angetan vom Charme der Texte und bedankte sich für den äußerst unterhaltsamen Abend, den Hans Lenk im Film festhielt, mit viel Beifall.
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