Rotes Kreuz und Laienspielgruppe bereiten mit Behindertennachmittag viel Vergnügen
Sturmfreie Bude in der Steinwaldhalle

Die Damen sind erst entsetzt, dann erleichtert: Die Stripperin, die den Herren einheizen sollte, ist ein verkleideter Mann. Bild: roh
Kultur
Friedenfels
27.04.2016
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Das Rote Kreuz und die Laienspielgruppe Friedenfels sind ein bewährtes Team. So gelang es den Mitgliedern beider Organisationen erneut, einen herausragenden Unterhaltungsnachmittag zu gestalten. Der Behindertennachmittag, es ist inzwischen der 29., ist in der Steinwaldhalle ein Dauerbrenner.

Als Besuchermagnet erwies sich die Sondervorstellung des Lustspiels mit dem vielsagenden Titel "Endlich san d' Weiber furt". Die Laiendarsteller inszenierten das Spektakel wie schon bei der Premiere mit vielen Höhepunkten. Ein großer Kreis befreundeter Behinderter und ihrer Betreuer füllten die für Rollstuhlfahrer großzügig bemessene Steinwaldhalle. Die Stühle im hinteren Teil besetzten sonstige Theaterliebhaber, die sich einen vergnüglichen Nachmittag gönnen wollten. Dritte Bürgermeisterin Lisa Rauh, die Senioren- und Behindertenbeauftragten Erwin Bächer und Peter Steinhauser gesellten sich dazu.

Nach dem Willkommensgruß durch Bereitschaftsleiterin Andrea Winkler lag die Bewirtung in den bewährten Händen des einheimischen Roten Kreuzes. Die fleißigen jugendlichen Aktiven ernteten auch vom zweiten Bürgermeister Oskar Schuster ein Sonderlob: Die persönliche Betreuung der Gäste sei wie immer vorbildlich. Die Ankündigung, die Kosten für Brezen und Getränke übernehme die Laienspielgruppe, fand viel Beifall.

Nach Kaffee und Kuchen kündigten Petra Schwingshandl und Martin Köllner den ersten Akt an, die Aufführung unter Regie von Sandra Wittmann begann. Das Ensemble zeigte ausgelassene Spielfreude mit viel Humor und derben Sprüchen. Das Publikum ergötzte sich daran, wie sich die Vorbereitungen um einen Ausflug der Damen zuspitzen, während die Männer auf eine sturmfreie Bude hinarbeiten. Da zelebriert die Pfarrersköchin als Moralapostel den Verfall nach mit Alkohol "verdünntem" Apfelsaft. Der Auftritt der "Stripperin" verursacht einen Aufschrei des Publikums und versetzt die Herren in freudige Erwartung. Die Ehefrauen kommen derweil wegen einer Panne früher heim und sind entsetzt: "Da is g'scheit g'soffn wor'n!" Mit Wohlwollen sehen die Zuschauer, wie sich die Rachegedanken der Frauen in Luft auflösen. Schließlich war die Stripperin gar nicht echt, sondern nur Theater. Glücklich nehmen die eben noch Gescholtenen Entschuldigungen ihrer Ehefrauen entgegen. Und auch der Pfarrer erobert die Herrschaft im Pfarrhaus zurück und verbittet sich jede Einmischung seiner Köchin. Unter großem Gelächter verkündet er, künftig sogar die Predigten selber zu schreiben. Mit drei "Vorhängen" belohnten die Zuschauer das Ensemble und traten bestens gelaunt den Heimweg an.
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