3-D-Modell weist den Weg

Viel Arbeit und auch Geld steckt der Naturpark Steinwald jedes Jahr in Unterhalt und Betrieb seiner gern besuchten Einrichtungen. Besonders bei den Kindern und Schulklassen stehen Rotwildgehege (Bild) und Spielplätze hoch im Kurs. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
15.04.2015
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"Mit der Einweihung des sanierten Waldhauses im September 2014 haben wir im Naturpark Steinwald eine große Lücke geschlossen." Auch deshalb lobte Vorsitzender Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg den enormen Einsatz der Mitglieder.

Besonders würdigte Naturpark-Geschäftsführer Ernst Tippmann bei der Jahreshauptversammlung das Engagement von Hans Donko, dem Vorsitzenden der Steinwald-Allianz, bei den umfangreichen Baumaßnahmen im zurückliegenden Jahr. Tippmann hob hervor: "Hans, du hast mit deinem Einsatz den letzten Punkt der Westachse des Naturparks - Steinwaldportal, waldhistorischer Lehrpfad, Waldhaus - verwirklicht. Vielen, vielen Dank."

Der enorme Besuch durch Skilangläufer und Wanderer bereits im zurückliegenden Winter zeige, wie wichtig es gewesen sei, dass neben der Infostelle im Dachgeschoss des Waldhauses eine kleine Bewirtungsmöglichkeit geschaffen wurde. "Die kleine Gaststätte war an den Wochenenden ein heiß begehrter Anlaufpunkt." In diesem Zusammenhang rückte Ernst Tippmann auch das Engagement der Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe in den Blickpunkt und verwies auf die bestens präparierten Langlaufloipen rund um das Waldhaus. Der Dank des Geschäftsführers galt dem Spurteam Heiner und Emil Denz, Organisator Lothar Meister und Vorsitzendem Wolfgang Braun.

Zu weiteren Anziehungspunkten im Naturpark zählten 2014 der Walderlebnispfad Fuchsmühl und das Rotwildgehege. Besonders bei Kindern und Schulklassen seien diese Einrichtungen beliebt, wusste der Geschäftsführer. Ernst Tippmann lobte dabei die Familie Volker Pöhlmann: "Seit nunmehr 25 Jahren betreust du das Gehege, fütterst zusammen mit deiner Frau bei jedem Wetter die Tiere und erledigst kleinere Reparaturen und Pflegemaßnahmen eigenständig." Zum Dank gab es ein kleines Geschenk.

Arnika und Kreuzotter

Dass dem Naturpark derartige Einrichtungen und Konzepte viel wert sind, zeigte der Geschäftsführer anhand zahlreicher weiterer Landschaftspflegemaßnahmen und laufender Artenschutzprojekte (wie Arnika, Flussperlmuschel, Feuersalamander und Kreuzotter) auf.

Erfreut berichtete Ernst Tippmann: Die Mitgliederzahl wuchs beim Naturparkverein auf 171. Als Hingucker bezeichnete er die neue Geschäfts- und Infostelle des Naturparks Steinwald im Markthaus Fuchsmühl. Das Gebäude sei fertig, "die Räume für die neue Geschäftsstelle sind bezugsbereit". Die Infostelle beschäftige sich mit den Themen Naturparke allgemein, mit den Artenhilfsprojekten Kreuzotter und Arnika sowie dem Thema Trinkwasser. "Trinkwasser deshalb, weil sich in der Infostelle ein funktionsfähiger Brunnen befindet, der jahrzehntelang die Wasserversorgung des Anwesens sichergestellt hat und der durch ein Glasfenster angeschaut werden kann."

Ernst Tippmann: "Höhepunkt in der Infostelle ist ein 3-D-Modell des Steinwalds - Durchmesser 140 Zentimeter". 31 LEDs zeigen dem Besucher, wo sich die Mitgliedsgemeinden, die einzelnen Infostellen und die Sehenswürdigkeiten im Naturpark befinden. Als Aufgabe des Naturparks bezeichnete Ernst Tippmann auch das Regionalmarketing. "Bereits 2012 haben wir begonnen, uns mit dieser Thematik auseinanderzusetzen." Regionalmarketing könne helfen, dass Landwirte weiter ihr Auskommen haben und "letztendlich dadurch unsere Kulturlandschaft mit ihrer Artenvielfalt erhalten wird".

Qualitätslogo

Aber auch andere Gesichtspunkte, wie kurze Wege zwischen Hersteller und Verbraucher, seien für Umwelt und Verbraucher wichtig. Ernst Tippmann informierte: "Wir haben zwischenzeitlich ein Qualitätslogo fertigen lassen und einem Betrieb im Naturpark übergeben, der die Kriterien erfüllt.
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