Auch bei Helfern bestes Timing

Hans Edelhäußer (mit Siegerkranz) vom AC Ebern schaffte mit seinem VW Polo GT den Tagessieg beim "Friedenfelser ADAC-Berg-Classic-Preis 2015". Dem Gewinner gratulierten (von links) Streckensprecher Bernd Aßmann, der Präsident des Bayerischen Motorsportverbandes Ludwig Heining, Bezirksrat und Bürgermeister Toni Dutz (Wiesau), Organisationsleiter Stefan Schmalzreich, stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler, der Vorsitzende des MSC Wiesau Franz Höcht, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, Marketingl
Lokales
Friedenfels
15.06.2015
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Die Zuschauer waren begeistert. "Diese unvergleichliche Atmosphäre gibt es nur hier im Steinwald", war vielfach zu hören. "Nirgends kann man den Fahrern und Autos so nahe sein." Ein engagierter Helferstab garantierte dieses Erlebnis beim "Friedenfelser Berg-Classic-Preis".

Besonders das Fahrerlager war wie ein Magnet für die vielen Motorsportfans. Doch hinter diesem Megaspektakel, das der AC Friedenfels zusammen mit dem MSC Wiesau und einigen Waldershofer Helfern zum zweiten Mal stemmte, verbarg sich eine beeindruckende Logistik. Und die forderte ungezählte Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Über Wochen hinweg wurden im Vorfeld an der legendären Rennstrecke Leitplanken gesichert, unzählige Absperrungen angebracht, zwölf stabile Podeste für die Kontrollposten gebaut, Bauzäune aufgestellt, kilometerlange Kabel (für Zeitnahme und Lautsprecherdurchsagen) verlegt sowie Bürocontainer, Verpflegungsstände und Toiletten in Position gebracht.

Die bestmögliche Sicherheit für Fahrer und Zuschauer war garantiert. Fangzäune aus Strohballen und Reifenstapel wurden in den gefährlichen Kurven errichtet. Einen großen Aufwand betrieben die Veranstalter um die beiden Vorsitzenden Stefan Schmalzreich und Franz Höcht im Vorfeld auch in Sachen Natur- und Umweltschutz. Sperrgebiete wurden angelegt und schützenswerte Flächen und Pflanzen extra eingezäunt.

Auch Schweinebraten

Viele Helfer waren zudem beim Aufbau des großen Festzeltes am Rande des Fahrerlagers nötig. Und wer bei der Verpflegung der Fahrer und Begleiter aus der Feldküche des Malteser Hilfsdienstes aus Straubing nur an Eintopf dachte, lag falsch. Auf dem Speiseplan standen Gulasch mit Nudeln, Schweinebraten, Gyrospfanne. Eine ortsansässige Metzgerei belieferte den Malteser Hilfsdienst mit frischem Fleisch und diversen Zutaten. Als keine besondere Herausforderung empfand deshalb Koch Hans Winklmeier die Essenzubereitung. "300 Leute auf einen Schlag haben wir schon oft bedient", berichtet der Spezialist an der Feldküche, dem noch weitere fünf Kräfte von der Straubinger Ortsgruppe zur Seite standen. Ab fünf Uhr in der Früh versorgten sie täglich das Fahrerlager mit Essen. Weit mehr zu kämpfen hatten dagegen die Kräfte der sieben beteiligten Feuerwehren aus Fuchsmühl, Friedenfels, Hohenhard, Poppenreuth, Thumsenreuth, Voitenthan und Wiesau. Sie waren für die Lenkung des öffentlichen Verkehrs, die Umleitungen und Sperrungen von Orts- und Staatsstraßen zuständig. "Manch dumme Bemerkung habe ich mir schon anhören müssen, wenn ungeduldige Autofahrer warten mussten, weil wir die Staatsstraße Wiesau-Friedenfels kurz dicht machten und die Rennwagen vom Fahrerlager zur Rennstrecke leiteten", bedauert Feuerwehrmann Daniel Bächer.

An der "Rennstrecke" bezogen auch das Streckensicherungsteam "Marshal Ostthüringen" sowie das Bayerische Rote Kreuz Position. Unterstützung erhielten der AC Friedenfels und der MSC Wiesau zudem von Vereinen aus Friedenfels. Sie übernahmen Schankdienst, Getränke- und Verpflegungsstände am Festplatz, im Fahrerlager und an der Rennstrecke.

Bravourös

"Die Aufgaben und Punkte, die im Vorfeld abgearbeitet werden mussten, füllten einige Seiten", erzählt Stefan Schmalzreich, Organisationsleiter und Vorsitzender des AC Friedenfels. "Doch letztendlich haben unsere Leute und die vielen Helfer, immerhin über 250 Menschen, diese Aufgaben bravurös gemeistert und den vielen Motorsportfans einen angenehmen Aufenthalt in Friedenfels beschert."
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