Auf harten Bänken zum Spiel

Die beiden Vorsitzenden Helmut Radimerski und Rita Steinkohl sowie Fahnenträger Martin Streim (von rechts) präsentieren zum Jubiläum mit Stolz die 90-jährige gestickte Kostbarkeit. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
13.11.2014
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Sportliche Burschen gab es schon vor mehr als 100 Jahren in Friedenfels. Im Gasthaus "Goldener Engel" organisierten sie bereits 1904 ihre Zusammenkünfte. An gleicher Stelle feiert der Turnverein am Samstag Geburtstag.

Das gemeinsame Interesse an sportlicher Betätigung mündete vor 110 Jahren in die Gründung eines Turnvereins. Hans Stich wurde zum ersten Vorsitzenden des heutigen Turn- und Sportvereins Friedenfels gewählt.

Fahne treuer Begleiter

Turnen, Laufen und Springen waren zur Gründungszeit die Hauptbetätigungsfelder. Trotz geringer Kassenmittel schaffte es der Verein bereits 1924, eine eigene Fahne anzuschaffen. So wie damals begleitet sie noch heute die Mitglieder bei freudigen und traurigen Anlässen, zu weltlichen und kirchlichen Festen.

1946 kam im Verein der Fußballsport hinzu. Treibende Kraft war hier Ludwig Filbert. Ein großer Mitgliederzuwachs setzte nach dem Krieg ein. Man begann mit Freundschaftsspielen auf Wiesen und Feldern unterhalb des Friedhofs sowie am Ortsausgang nach Thumsenreuth. Das erste Auswärtsspiel fand in Krummennaab statt.

Spieler teilen sich Fahrrad

Zur Hin- und Rückfahrt mussten zwei Spieler ein Fahrrad benutzen. Später verbesserte sich der Transport zu den Spielen etwas: Die heimische Schlossbrauerei stellte einen Lastwagen zur Verfügung, wobei die Ladefläche mit Bänken versehen und in der kalten Jahreszeit mit Stroh ausgelegt war.

Große Erfolge feierte auch die im Jahr 1957 gegründete Sparte Ski im Verein. Bei den Bezirksmeisterschaften, den Skijugendtagen sowie der Ochsenkopfabfahrt belegten die Friedenfelser Skisportler immer vordere Plätze. Ebenfalls wurde in diesem Jahr die Sparte Schach gegründet. 1969 kam die Sparte Eisstock hinzu, die bis in die heutige Zeit zu den erfolgreichsten Abteilungen im Turn- und Sportverein zählt. Mit Stolz blicken die derzeitigen Vorsitzenden Helmut Radimerski und Rita Steinkohl auf die traditionsreiche Vergangenheit. Viele sportliche Erfolge, aber auch die Pflege von Geselligkeit und der Kameradschaft waren ausschlaggebend für die gute Entwicklung.

Stets der Zeit angepasst

Den Veränderungen der Zeit angepasst, bemühten sich die Verantwortlichen stets um ein intaktes Sport- und Vereinsleben. 749 Mitglieder zählt der größte Verein im Erholungsort heute. In 7 Sparten betreiben über 20 Mannschaften und Gruppierungen sportliche Wettkämpfe oder beteiligen sich aus Freude an der Bewegung und der Geselligkeit am Vereinsleben.

Neben den beiden Fußballfeldern, dem Eisstockplatz in der Ortsmitte und dem Skihang "Hosch'n" ist das schmucke Vereinsheim in der Roten Lohe Dreh- und Angelpunkt des mittlerweile fast täglichen Sportbetriebs im TSV Friedenfels.
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