Ausbau der Wirtschaftswege

In der Bürgerversammlung listete Bürgermeister Gottfried Härtl zahlreiche Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen auf. So bekam der Hochbehälter der Friedenfelser Wasserversorgungsanlage (Bild) ein neues Dach und eine einbruchsichere Tür. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
21.05.2015
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Nicht nur das Thema Kläranlage fordert die Gemeinde. Die Aufgaben sind vielfältig und gehen immer stärker ins Geld. Einen Überblick bekamen die Friedenfelser in der Bürgerversammlung.

Bürgermeister Gottfried Härtl wartete in der "Schlossschänke" mit einer Fülle an Daten über die Einwohnerentwicklung und den Schuldenstand auf, thematisierte aber auch Breitbandausbau und den Kauf eines neuen Feuerwehrautos. Derzeit haben 1272 Bürger ihren Wohnsitz in der Gemeinde. "1993 waren es noch 1448", wusste der Bürgermeister.

Abwärts geht es auch bei den Schulden der Kommune. Gottfried Härtl: "Den Schuldenstand werden wir in diesem Jahr auf 738 362 Euro reduzieren. Vor 15 Jahren hatten wir noch 2 108 039 Euro." Die Gemeinde Friedenfels habe viel zu schultern. So sei vergangenes Jahr der Ausbau des Blaslbergs mit neuer Kanal- und Wasserleitung gemeistert worden. Auch an die Arbeiten am Hochbehälter am Schusterberg erinnerte Härtl. Hier wurde ein neues Dach errichtet und den Vorschriften entsprechend eine einbruchsichere Eingangstür eingebaut. Zahlreiche Erhaltungsmaßnahmen waren laut Bürgermeister im Kinderhaus notwendig: Einbau einer Fluchttür, Anbringung einer Wärmedämmung, Einbau von Stahlstützen. Die Außenwände bekamen einen neuen Anstrich. Ein weiterer großer Haushaltsposten war der Unterhalt der gemeindlichen Straßen. Saniert und instandgesetzt wurden die Steinwaldstraße und der Bergsteig, eine Stütz- und Randmauer an der Schönfußstraße errichtet. Lange habe man auf ein Angebot für den Breitbandausbau warten müssen, fuhr der Bürgermeister fort. Nun liege es vor; die Entscheidung treffe der Gemeinderat. Die voraussichtlichen Kosten des Breitbandausbaus bezifferte Gottfried Härtl mit 400 000 Euro, wovon 90 Prozent gefördert werden. Freuen dürfe sich die Feuerwehr. Nach derzeitigem Stand könne sie ihr neues LF 20, ein Allrad-Fahrzeug, am 31. Oktober 2016 in Empfang nehmen.

Mit einem Wegenetzplan soll die Grundlage für einen zukunftsfähigen und bedarfsgerechten Erhalt und Ausbau wichtiger Wirtschaftswege im Erholungsort geschaffen werden. Härtl informierte über die Planungen. Aufgenommen wurden in das Kernwegenetz die Sonnengasse über den Friedhof nach Unterneumühle sowie der Blaslberg nach Altenreuth.

Im Kinderhaus sind derzeit drei Erzieherinnen und drei Kinderpflegerinnen beschäftigt. Eingestellt wurde eine Aushilfskraft für Schulbusfahrten. Auf 450-Euro-Basis werden weitere Hilfskräfte für Mäharbeiten und Hausmeistertätigkeiten gesucht. Abwarten will die Gemeinde mit der Besetzung einer Klärwärterstelle.

Kritik am Defizit

Nicht schmälern wollte Walter Schwarzmeier in der abschließenden Diskussion die Arbeit des Förderkreises Freibad. Doch das jährliche Defizit von rund 70 000 Euro könne sich Friedenfels nicht leisten. Gemeinderat und Bürgermeister dürften dies nicht aus den Augen verlieren. Die Baugrundstücke im Besitz der Gemeinde bat Schwarzmeier, künftig noch günstiger zu verkaufen. "Dann kämen neue Bürger nach Friedenfels", meinte Walter Schwarzmeier.
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