Bienenfleißig seit Jahrzehnten

Josef Ernst, Hermann Hecht und Hans Dötterl (vorne von links) standen als Geehrte im Mittelpunkt. Ihnen dankten neben den Ehrengästen Kreisvorsitzender Johann Schön (hinten, Sechster von links) und Bezirksvorsitzender Richard Schecklmann (Zweiter von links). Bild: roh
Lokales
Friedenfels
27.10.2014
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Süß wie Honig ist die tägliche Arbeit der Imker keineswegs. Dabei dient ihr Hobby nicht nur dem Gewinn eines hochwertigen Lebensmittels. Der Erhalt des Bienenbestands sichert auch die natürliche Befruchtung vieler Pflanzen, vor allem der Obstbäume.

Viel Lob gab es zum 150. Geburtstag des Kreisverbands der Imker für den jahrzehntelangen Einsatz der Mitglieder. Den Grundstein zum damaligen "Verein der Bienenfreunde im Bezirksamt Tirschenreuth" legten 1864 der Münchenreuther Pfarrer Gottfried Wöhrle und der Tirschenreuther Kooperator August Schaller. Beim Festabend galt besonders engagierten Vertretern der Imkerei die besondere Aufmerksamkeit.

"Der Kreis- und Bezirksverband ist diesen Imkern zu großen Dank verpflichtet", sagte Bezirksvorsitzender Richard Schecklmann. Hans Dötterl und Josef Ernst bekamen die Verdienstmedaille in Silber, Hermann Hecht wurde zum Ehrenvorsitzenden des Imkervereins Leonberg ernannt. "Die Auszeichnung soll auch Ansporn sein, noch ein paar Jahre weiterzumachen", ermutigte Schecklmann die Imker.

Hermann Hecht war 43 Jahre Vorsitzender des Vereins in Leonberg und eine Institution in Kreisverband, sagte Kreisvorsitzender Johann Schön in der Laudatio. "Er gehört noch zu der Gruppe verdienstvoller Leute, die für die flächendeckende Einführung der ,Carnica' gesorgt haben", erinnerte der Sprecher an die Verbreitung der robusten Kärntner Biene auch im Landkreis.

"Stets auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand ist Hans Dötterl, der in Erbendorf seit 30 Jahren engagiert den mit 57 Mitgliedern größten Verein im Kreisverband leitet", lobte Schön. Jungimker und andere Interessierte betreue Dötterl intensiv im eigenen "Bienenstüberl".

Seit 2004 wirke er als Bienenfachwart mit regelmäßigen Vorträgen in den Vereinen. Der Geehrte opfere viel Zeit und Geld für Reisen zu namhaften Wissenschaftlern, engagiere sich zudem in der Öffentlichkeitsarbeit, betreue Schulklassen, Kindergärten und Behindertengruppen, um das Interesse an Bienen zu wecken.

"Josef Ernst führt den Imkerverband Waldsassen mit großem Einsatz", betonte der Kreisvorsitzende. Durch monatliche Imkertreffen sorge er für ein reges Vereinsleben. Ernst sei am Stand der Umweltstation bei der Gartenschau und am"Bienenerlebnispfad" maßgeblich beteiligt gewesen. "Als Kreisgesundheitswart war er 2013 und 2014 besonders gefordert. Bei Faulbrutfällen in drei Regionen unterstützte er den Amtsveterinär massiv und engagierte sich bei der Sanierung der betroffenen Völker."
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