Das Erzgebirge erwandert

Natur pur erlebten die Wanderfreunde des FGV Friedenfels beim Wanderjubiläum im Westerzgebirge. Bild: roh
Lokales
Friedenfels
01.10.2015
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Dass Freundschaft auch eine Portion Kraft kostet, spürten die Wanderfreunde des Fichtelgebirgsvereins Friedenfels. Passend feierten sie ihr Wanderjubiläum (15 Jahre) mit einer Tour von Rittersgrün über Bozí Dar (Gottesgab) zum Naturschutzgebiet unterhalb des Spitzberges.

(roh) Es begann im Jahr 2001. Vorausgegangen war das Kennenlernen bei Weiterbildungslehrgängen des FGV - damals noch auf Burg Hohenberg. In abendlicher Runde kamen die Wanderfreunde Werner Zuleger, Manfred Lang und Reinhard Schwarz aus Friedenfels mit dem "Exoten" Reinhart Heppner aus dem Erzgebirge ins Gespräch. Er hatte es geschafft Neugierde zu wecken. Seit der Wende ist er Mitglied des FGV in der Ortsgruppe Marktredwitz und treuer Gast beim Bierwandertag in Friedenfels.

Den FGV-lern war es Jahrzehnte nicht vergönnt, das Erzgebirge wegen der trennenden Grenze zu besuchen. Deshalb war der Kontakt zu Reinhart Heppner umso bedeutender. Nachdem die Grenzen offen waren, konnte er den Friedenfelser Freunden seine Heimat, das Erzgebirge, auf Wanderungen zeigen.

Auf den Keilberg

Es entwickelte sich eine Wanderfreundschaft, die nun schon 15 Jahre gedeiht: Der Keilberg, mit 1244 Metern höchste Erhebung, wurde ab Gottesgab erstürmt. In Tellerhäuser leitete Heppner die Umrundung des Fichtelbergs ein. Mehrmals sollten er, der Auersberg und der Scheibenberg sowie der Taubenfelsen Ziel des Fichtelgebirgsvereins Friedenfels sein. Oft begleitete die Wanderer sonniges Wetter. Bei der Rast am Plattenberg 2007 aber herrschte eisige Kälte - und das im September. Die fünfte Jubiläumswanderung führte über den grenzüberschreitenden Anton-Günther-Rundweg, der heuer 20 Jahre besteht und von Reinhart Heppner, dem heutigen Erzgebirgsvereinsvorsitzenden, maßgeblich eingerichtet wurde.

Die Wanderer des Fichtelgebirgsvereins Friedenfels waren stets begeistert vom Wissen Heppners. Heuer hörten sie die Legende vom Spitzberg mit der "Wunderblume". Die Wanderung führte von Rittersgrün nach Tellerhäuser und über Bozí Dar (Gottesgab) zu einem Naturschutzgebiet und ausgedehnten Moor am und unterhalb des Spitzberges. Am Sonntag war den Friedenfelsern ein wunderbarer Blick in das klimatisch begünstigte Egertal vergönnt. Aussichtspunkt war der Turm der Burg Hauenstein am Südabfall des Erzgebirges.

Ein Grund für die enge Wanderfreundschaft mit dem Erzgebirgler Reinhart Heppner ist sicher der enorme Erfahrungsschatz. Heppner begeistert als Wanderführer. Er ist studierter Diplom-Geologe, Historiker, Heimat- und Naturkundler. In unglaublich überzeugender Art kann er Landschaften, erdgeschichtliche Entstehung, Zinnbergbau oder auch Gewässersituation näherbringen. Reinhart Heppner kennt natürlich auch die Sehenswürdigkeiten zwischen Annaberg, Schwarzenberg, dem "Spiegelwald", dem Balkon des Erzgebirges im Norden, Johanngeorgenstadt und Karlsbad im Süden sowie dem Pleßberg im Osten. Im Gedächtnis bleiben zudem die romantischen Wege und die geselligen Abende mit Akkordeonklängen von Reinhard Schwarz. Dazu ließen sich die Wanderer einen guten Tropfen aus der Region schmecken.

Geschenk und Dank

Zum Jubiläum hatte der FGV-Ortsverein Friedenfels auch ein Geschenk mitgebracht, das Gabi Lang an Reinhart Heppner überreichte. Klaus-Peter Rohrer dankte in seiner Eigenschaft als Ortsvorsitzender des Fichtelgebirgsvereins für die vielen schönen Erlebnisse. Dabei betonte er an Heppner gewandt: "Deine Art zu erzählen hat uns begeistert."
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