Drei Kränze zum Gedenken

Pfarrer Joseph und Bürgermeister Gottfried Härtl erinnerten beim vorgezogenen Volkstrauertag an der Kriegerkapelle auf dem Schusterberg an die beiden Weltkriege. Bei herbstlich kühlem aber schönem Wetter fanden zahlreiche Gläubige und Vereine den Weg zur neu renovierten Gedenkstätte. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
12.10.2015
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Im Erholungsort wird seit vielen Jahren der Volkstrauertag vorgezogen: Witterungsbedingt wäre eine Feier im November auf dem Schusterberg an der Gedenkstätte kaum mehr möglich.

Diesen Sonntag war es zwar auch schon recht frisch, doch insgesamt begleitete die Feier sonniges Herbstwetter. Es waren die Gläubigen zahlreich zur neu renovierten Schusterbergkapelle gekommen und gedachten dort der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaften. Vereine mit ihren Fahnen sowie weitere Abordnungen und Gläubige zogen vom Parkplatz in der Ortsmitte in Begleitung der Musikkapelle Wiesau zur 30 Gehminuten entfernten Kriegerkapelle auf dem Schusterberg.

Granittafeln mit Namen

Pfarrer Joseph zelebrierte einen feierlichen Gedenkgottesdienst und erinnerte an die gefallenen Soldaten und das Elend der Kriege. Am Ende des Gottesdienstes segnete der Priester die neu renovierte Gedenkstätte sowie die großen Granittafeln in der Kapelle mit den Namen der Friedenfelser gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege.

Bürgermeister Gottfried Härtl sagte: "Siebzig Jahre ist es nun her, dass der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende ging - jener mörderische Schrecken, der von Deutschland ausgegangen war. Dieser Krieg endete erst, als die westlichen Alliierten und die Sowjetunion gemeinsam Deutschland zur Kapitulation gezwungen hatten und uns Deutsche damit auch von der Nazi-Diktatur befreiten."

Die Nachgeborenen in Deutschland hätten allen Grund, für diesen aufopferungsvollen Kampf unserer ehemaligen Gegner in Ost und West dankbar zu sein, sagte das Gemeindeoberhaupt weiter. Dadurch sei möglich geworden, "... dass wir in Deutschland heute in Freiheit und Würde leben können." Der Reservistenkameradschaft Friedenfels, dem VdK Ortsverein, dem Gesangverein Friedenfels, der Blaskapelle Wiesau sowie Pfarrer Joseph, der Gemeinde und den Vereinen sagte Bürgermeister Härtl seinen Dank für die Vorbereitung und Gestaltung des Gedenkgottesdienstes. Zum Gedenken und im Auftrag der Soldaten- und Reservistenkameradschaft, des VdK-Ortsvereins und der Gemeinde wurden abschließend drei Kränze am Altar der Kriegerkapelle sowie am Gedenkstein am Friedhof niedergelegt.

Kräftiger Applaus

Am Ende des Gottesdienstes gab es diesmal einen kräftigen Applaus für Walter Konhäuser, Erwin Bächer sowie für Sigmund und Maria Härtl. Grund dafür war das große Engagement und die vielen ehrenamtlichen Stunden zur Renovierung der Schusterbergkapelle, wie Bürgermeister Gottfried Härtl besonders hervorhob.
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