Echt und handgemacht

Martina Koller und Karl-Heinz Konrad vom Duo "Wiesawie" aus Wiesau bereicherten das Fest der "Friedenfelser Stubnmusi". Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
11.10.2014
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Mit einer unterhaltsamen und amüsanten "Sitzwaal" feierte die "Friedenfelser Stubnmusi" ihren 25. Geburtstag. Die Liebhaber bodenständiger Volksmusik hatten ihre helle Freude.

Die gratulierenden Musikanten ließen sich bei dem Treffen in der Steinwaldhalle nicht lumpen. Die zahlreichen Gäste waren begeistert. Die Sitzplätze in der großen Turnhalle reichten bei Weitem nicht aus. Kurzerhand mussten weitere Stühle und Tische herangeschafft werden.

Die "Friedenfelser Stubnmusi" in der Besetzung Petra Bannert, Hildegard Harms, Karl Käß, Bernhard Schaumberger und Reinhard Schwarz feierte in den zurückliegenden Jahren viele Erfolge. Alle Akteure sind waschechte Friedenfelser und lieben die unverfälschte Volksmusik "in reiner Handarbeit". Mit ihren Instrumenten Akkordeon, Hackbrett, Gitarre und Kontrabass bereicherten sie viele Veranstaltungen (Gemeinde und Kirche) und machten sich einen Namen weit über die Landkreisgrenzen hinaus.

Reinhard Schwarz, der Leiter der Gruppe, präsentierte sich zum Jubiläum als versierter Moderator. Ihn freute bei der Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung besonders die Zahl der Ehrengäste, darunter der ehemalige Kreisheimatpfleger Helmut Kreger und Ruhestandsgeistlichen Siegfried Wölfel. Sein besonderen Willkommensgruß galt den angereisten Musikgruppen aus der Region. Alois Lippert, Josef Kämpf, Martin Kimich, die Kemnather Sängerinnen, der Josefshofer Hausgesang, das Duo "Wiesawie" und die Bläsergruppe "Die Zamagwürfelt'n" boten im dreistündigen Programm weit mehr, als die Liebhaber bodenständiger Volksmusik erwarteten.

Deftige Pointen

Neben "kreuzbraver Volksmusik" gab's auch frivole Lieder. Die Akteure überboten sich mit Witzen und Anekdoten. Deftige Pointen strapazierten das Zwerchfell. Doch es erklangen auch Lieder für Herz und Gemüt, teils hintersinnig und viele davon in Mundart. Alle Musikgruppen verstanden es, die Gäste der Geburtstagsparty zum Mitsingen zu animieren. Bei den Stücken von Josef Kämpf ("Woll'n Sie meiner Frau nicht mal die Uhr aufziehn") oder den Kemnather Sängerinnen mit Siglinde Wick und Monika Fink, die von Roland Küffner auf der Quetschn begleitet wurden, sowie beim Duo "Wiesawie" (Martina Koller und Karl-Heinz Konrad) summten viele Gäste gerne mit. Toll die Auftritte des erst 16-jährigen Martin Kimich aus Kulmain mit seiner Steierischen und der "Die Zamagwürfelt'n" mit ihren vielfältigen Blasinstrumenten. Die Polkas und Landler rissen förmlich mit.

Beeindrucken konnten aber auch die alten Lieder, wie zum Beispiel der "Scherenschleifer", vorgetragen vom 87-jährigen Alois Lippert. Langanhaltender Applaus war der Lohn für die Musikanten und Sänger. Die "Friedenfelser Stubnmusi" hatte Liedbeiträge vorbereitet und stimmte zum Abschluss der Feier mit den Gästen altbekannte Lieder an.
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