Für Katastrophen aller Art

Landrat Wolfgang Lippert (Dritter von links) übergab den neuen Katastrophenschutz-Anhänger nach der kirchlichen Segnung durch die beiden Geistlichen Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Martin Schlenk (von rechts) an Kreisbrandrat Franz Arnold (Sechster von links). Bilder: bsc (2)
Lokales
Friedenfels
13.10.2014
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Die neue Kreiseinsatzzentrale der Feuerwehr ist besetzt bei größeren Einsätzen wie Bränden, Unwetterlagen, Stürmen, Hochwasser und sonstigen Katastrophen. Sie dient als Unterstützung für die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz (ILS).

Nach rund zweijähriger Planungs- und Bauzeit wurde die Einsatzzentrale der Feuerwehren des Landkreises Tirschenreuth eingeweiht. Untergebracht ist sie im Dachgeschoss des Gerätehauses Wiesau. Als Bestandteil der Integrierten Leitstelle in Weiden ist die Zentrale ab sofort vollständig betriebsbereit. Gleichzeitig in Dienst gestellt wurde ein neuer Katastrophenschutz-Anhänger für die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung.

Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Martin Schlenk spendeten den kirchlichen Segen. Landrat Wolfgang Lippert und Kreisbrandrat Franz Arnold sprachen von einem ereignisreichen Tag für den Landkreis. Ihr Dank galt dem Markt Wiesau für die Bereitschaft, die Einrichtung der Einsatzzentrale mitzutragen und die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung zu stellen.

130 000 Euro Kosten

Die gesamten Kosten beliefen sich auf rund 130 000 Euro, wovon der Landkreis 85 000 Euro beisteuerte. Landrat Wolfgang Lippert dankte dem Markt Wiesau, der für 17 500 Euro die gesamten Vorarbeiten zur Unterbringung in ihrem Feuerwehrhaus leistete, der Firma Wiesauplast für die Ausstattung mit Büromöbeln, der Kolping-Berufshilfe für die Anfertigung eines Podestes für das "Teamboard".

Anerkennung galt ebenso dem ehemaligen Kreisbrandmeister Ottmar Böhm und Feuerwehrkamerad Stefan Gleißner für die Organisation der Baustelle mit Netzwerkverkabelung, Mastmontage und Funkschaltung, dem Aktiven Stefan Brandl, der sich um die umfangreiche Software gekümmert hatte sowie Kreisbrandinspektor Lorenz Müller für die Bemühungen um den Katastrophenschutz-Anhänger. Der Landrat verband die Einweihung mit einem besonderen Wunsch: "Ich hoffe, dass die neue Kreiseinsatzzentrale der Feuerwehren nie wirklich gebraucht wird und der Landkreis Tirschenreuth von Katastrophen verschont bleibt." Bürgermeister Toni Dutz übergab zur Erinnerung an die offizielle Einweihung ein Geschenk.

Anschließend konnten die zahlreichen Gäste die neuen Räume sowie den Anhänger besichtigen. In der Einsatzzentrale stehen ein großer, klimatisierter Betriebs- und Funkraum sowie ein separater Server-Raum zur Verfügung. Es besteht eine Telefon- und Datenverbindung zum Lehrsaal im Feuerwehrgerätehaus, der als Lagezentrum genutzt werden kann. Auch Sozialräume sind hier vorhanden.

Die drei Arbeitsplätze in der Zentrale sind ausgestattet mit je einer Funkbedieneinheit für vier Funkkanäle, ISDN-Systemtelefon und PC mit zwei oder drei Monitoren. Für die Einsatzleiter stehen auf zwei separaten Plätzen Notebooks und schnurlose Telefone zur Verfügung. Eine interaktive Leinwand mit Beamer wurde für die Lagekartendarstellung installiert.

Platz für Feldbetten

Gut ausgestattet ist auch der Katastrophenschutz-Anhänger. Tische und Bänke für die Einsatzkräfte, Arbeitstafeln für die Lagekarten, Auffahrrampen für die Verladung von Gitterboxpaletten und Kleincontainern sowie Feldbetten können darin untergebracht werden. Außerdem ist ausreichend Platz für Einsatzkleidung und Verpflegung, wie Kreisbrandinspektor Lorenz Müller erläuterte.
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