"Grüner Kranz" feiert das 180-jährige Bestehen
Geschichten und Lieder

Die historische Wirtsstube aus dem 19. Jahrhundert ist in all den Jahren in ihrem schlichten Charme erhalten geblieben und nicht durch Renovierungen verfälscht worden, sehr zur Freude der jetzigen Wirtsleute Sylvia und Dieter Schraml. Bild: roh
Lokales
Friedenfels
09.03.2015
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Das 180-jährige Jubiläum des Gasthofes "Grüner Kranzes" bietet Gelegenheit die eine typische Namengebung damaliger Zeit zu betrachten. Das heute oft nur noch als "Trinklied" verstandene Lied vom "Krug zum Grünen Kranze" war um 1830, für viele Menschen mit Ausdruck der Hoffnung auf Freiheit.

Der Adels wollte, nach den Befreiungskriegen von napoleonischer Besatzung die alten Macht- und Herrschaftsverhältnisse wieder herstellen (Wiener Kongress, Restauration). Die Veröffentlichung von freiheitlichen Texten war strengstens verboten. So waren vorsichtig umschreibende, bildhaft-symbolische Formulierungen nötig, um freiheitliche und demokratische Inhalte zu vermitteln. So entwickelte sich eine erste demokratische Bewegung in Deutschland, die als "Vormärz" zur Märzrevolution 1848 (Paulskirche) hinführte. Die zeitliche Nähe von erster Liederscheinung (1833) und Eröffnung des "Grünen Kranzes" (1835) lassen eine ähnliche Geisteshaltung vermuten.

Mit Gesangsgruppe

Bei der Jubiläumsveranstaltung am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr im "Grünen Kranz" wird auf die politische Situation des "Vormärz" (ca. 1830-1848) eingegangen. Es werden aber auch lustige Wirtshausgeschichten erzählt und Lieder dieser Epoche vorgestellt. Eine Gesangsgruppe hat sich bereits spontan gefunden. Nach dem "offiziellen Teil" kündigen Gastgeber Sylvia und Dieter Schraml weitere interessante Gespräche und Gesang mit gemütlichen Beisammensein im historischen Gastraum an.
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