Heißer Punsch im Felsenkeller

Der Stand der Friedenfelser Betriebe war mit seinen Wildspezialitäten aus dem Steinwald sehr gefragt (links). Ob Wildschwein oder Reh, eine besondere Kostbarkeit für das bevorstehende Weihnachtsfest. Die vielen heimischen Produkte durften vor dem Kauf ausgiebig verkostet und probiert werden, was die Besucher gerne nutzten (rechts). Bilder: bsc (2)
Lokales
Friedenfels
14.12.2014
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Der Friedenfelser Weihnachtsmarkt feierte Jubiläum und einen Rekord: Nie zuvor in der zehnjährigen Geschichte schlenderten schon am Vorabend des dritten Advents so viele Menschen über das Gelände. Weit über 2000 Besucher bevölkerten den historischen Ökonomiehof.

Am Sonntag allerdings waren dann Regenjacke und Regenschirm die wichtigsten Utensilien. Trotz des miesen Wetters herrschte aber reges Treiben auf dem Gelände. Vor allem auswärtige Gäste waren es, die dazu beitrugen, den Rekordbesuch vom Vorjahr (5000 Besucher) noch einmal zu toppen.

Bürgermeister Gottfried Härtl erinnerte bei der Eröffnung an den ersten Weihnachtsmarkt 2005. Zur Debatte standen damals die offenen Straßenflächen am großen Parkplatz vor der Steinwaldhalle, vor der Brauerei und rund um die Kirche. "Der Entschluss, den Weihnachtsmarkt im Ökonomiehof zu etablieren, verhalf dieser Veranstaltung zum einmaligen Erfolg. Heute ist er einer der beliebtesten in der Region", sagte das Gemeindeoberhaupt.

Sein Dank galt der Familie Gemmingen-Hornberg für die Bereitstellung des Areals, den Hauptorganisatoren Karl Wittmann und Bernhard Dostler, den Friedenfelser Betrieben sowie den zahlreichen Vereinen für ihr großes, langjähriges Engagement. Langanhaltenden Applaus bekam Schirmherrin Adelheid von Gemmingen-Hornberg für ihre Eröffnungsrede: "Der Weihnachtsmarkt in Friedenfels ist nur so schön und weit über alle Kreisgrenzen bekannt, weil Sie alle dazu beitragen. Ich bedanke mich bei den Ausstellern, die unserer Linie Kunst und Kultur folgen. Sie haben bewusst Friedenfels gewählt, weil Sie das Besondere schätzen. Wir stehen mit unseren Produkten aus der Region für die Region, wir verlangen keinen Eintritt für den Markt, wir bringen Menschen zu Menschen."

Nicht im Regen stehen

Die Schirmherrin lobte die Vereine, die durch ihre Arbeit die Stimmung und das Leben im Ort positiv prägten. Auch wenn es am Sonntag fast den ganzen Tag regnete, ließen die Vereine ihre Schirmherrin auch diesmal nicht im Regen stehen.

Dass das kulinarische Angebot passte, brachten die vielen Gäste zum Ausdruck. Warteschlangen gab es dank des engagierten Verkaufspersonals aber nur zu Stoßzeiten an einzelnen Imbissständen. Im beheizten Innenbereich der Schreinerei konnten die Besucher bei einem Glas Punsch, Tee oder Kaffee entspannen und Hausgemachtes genießen. Besonders gelobt von den Gästen, die bis aus Nürnberg angereist waren, wurden jedoch die regionalen Speisen und Getränke an den Ständen.

Dazu gehörten etwa das Wildgulasch aus dem Steinwald, Dotsch mit Apfelmus, Waffeln, Kartoffelchips sowie die kleinen Köstlichkeiten aus dem Backofen vor dem Dorfladen. Neben Bratwürsten mit Kraut standen auch der beliebte Bergkäse und Butter aus der Friedenfelser Partnergemeinde Raggal zur Verfügung.

Große Anziehungs- und Treffpunkte waren die Feuerstelle sowie der Felsenkeller unter der einstigen Zimmerei. Das weihnachtlich geschmückte große Gewölbe bot ein perfektes Ambiente, um ein wärmendes Getränk zu genießen oder mit Freunden und Bekannten zu plaudern. Viele Gäste lobten die einmalige Atmosphäre und besonders das entspannte Bummeln durch die Budenstadt.

Die Geburt Christi setzte Pfarrer Siegfried Wölfel mit seiner mühevoll gestalteten Krippe am Eingang zum Pfarrhof in Szene. Die hell erleuchteten großen Bäume des Rondells am Schlossplatz und am Eingang zum Weihnachtsmarkt zauberten eine einmalige Stimmung.

Für jedes Portemonnaie

Riesig war die Fülle der selbst gemachten kunsthandwerklichen Geschenke. Die große Auswahl machte so manchem Besucher die Entscheidung jedoch nicht leicht. Die Preise reichten von Cent-Beträgen (Krippenzubehör) bis hin zu mehreren Tausend Euro (Riesenschale aus Holz). Da war für jedes Portemonnaie etwas dabei.

Die Künstler und Handwerker aus Friedenfels sowie benachbarten Städten und Gemeinden zeigten ihre vielfältigen Fertigkeiten. Die heimischen Produkte aus den Bereichen Kunst und Kultur, Schnitzerei und Krippen, Weihnachtsschmuck, Gestecke und Dekorationsartikel, Kerzen und Wachs waren ein regelrechter Augenschmaus.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/weihnachtsmarkt2014
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