Kräuterführerinnen wissen nicht nur über den Löwenzahn viel zu erzählen
Bei Gicht und Rheuma

Alles was bei der Wild- und Heilkräuterführung des Müttervereins gesammelt wurde, kam später im Jugendheim auf den Tisch. Dank zollten die Teilnehmerinnen den Kräuterführerinnen Petra Hirschmann (links) aus Kemnath und Birgit Weber (Vierte von links) aus Göppmannsbühl. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
16.05.2015
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Ideales Frühlingswetter begleitete die erste Kräuterwanderung des Müttervereins. Vorsitzende Monika Seidel begrüßte Mitglieder und Gäste und freute sich auch selbst auf eine fachkundige Führung. Dafür sorgten die Kräuterführerinnen Petra Hirschmann aus Kemnath und Birgit Weber aus Göppmannsbühl.

Heilkräfte

Die Teilnehmerinnen der fast zweistündigen Tour über den Bergsteig und farbenprächtige Waldränder hoch zum Schusterberg waren begeistert. Obwohl besonders die älteren Mitglieder viel über die Anwendung von Heilkräutern wussten, waren doch zahlreiche Hinweise und Anwendungstipps neu. Altes Kräuterwissen und neue Erkenntnisse über heilkräftige Pflanzen flossen während der Stopps am Wegesrand ein. Die Kräuterspezialistinnen Petra Hirschmann und Birgit Weber erklärten während des Pflückens auch die Wirkung der Pflanzen. Dass Löwenzahn und Brennnessel genießbar sind und sich zum Verzehr eignen, wussten viele. "Die Blätter und Blüten des Löwenzahns können gegessen werden. Die Wurzeln können getrocknet, zudem als Tee oder Kaffee-Ersatz verwendet werden", erzählten die Kräuterspezialistinnen. Daneben wirke er blutreinigend und entschlackend und könne als vierwöchige Kur bei Rheuma, Gicht und Gallensteinen eingesetzt werden.

Dies sei aber nur eine Pflanze unter vielen, die auf den Wiesen wachse und in den Gärten nicht gerne gesehen sei, meinten Hirschmann und Weber. Auskünfte erhielten die Exkursionsteilnehmerinnen auch über Huflattich, Giersch, Schafgarbe, Spitzwegerich, Breitwegerich, Nelkenwurz, Sauerampfer, Schlee, Fichtenschießlinge und Rotklee. Auch hier könne man jeweils die ganze Pflanze oder nur einzelne Teile wie Blüten, Blätter, Früchte, Wurzeln oder den Samen verwenden, erklärte Hirschmann. In der Anwendung gebe es Unterschiede.

Gierschlimonade

Nachdem die Teilnehmer zahlreiche Kräuter gesammelt hatten, ging es zurück ins Jugendheim. Hier hatten die Kräuterführerinnen Petra Hirschmann und Birgit Weber kleine köstliche Speisen vorbereitet. Kräuterdesserts, Gierschlimonade und Löwenzahnhonig auf dem selbst gebackenen Brot von Birgit Weber mundeten hervorragend. Auch während des Essens ("einfach köstlich") beantworteten die Kräuterexpertinnen alle Fragen kompetent. Müttervereinsvorsitzende Monika Seidel dankte Petra Hirschmann und Birgit Weber für die lehrreiche Exkursion und kündigte weitere ähnliche Veranstaltungen an.
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